Die
Sachlage
Die Ausgaben für Anlagen und Dienstleistungen der Wasserwirtschaft
sind im Zeitraum 1990 - 1995 weltweit von 10 auf 12 Milliarden ECU gestiegen.
Diese Zahl dürfte sich in den kommenden fünfzehn Jahren mehr
als verdoppeln.
Europa verfügt im Bereich der Wasserwirtschaft über hervorragende
technische und industrielle Fachkenntnisse. Führende Privatunternehmen
sind auf allen Kontinenten tätig und auf zahlreichen Märkten
führend, insbesondere was den Bau und die Wartung von Aufbereitungsanlagen
für Ballungsgebiete betrifft.
Paradoxerweise steht die europäische Wasserwirtschaft nicht an
der Spitze des Fortschritts, obwohl der Markt unseres Kontinents wirtschaftlich
bedeutend ist. In der Industrie wird beispielsweise zwei- bis viermal
mehr wiederaufbereitetes Wasser verwendet als in den Vereinigten Staaten
und Japan.
Maßnahmen
Die Europäische Kommission hat ein integriertes Konzept der Wasserwirtschaft
eingeführt, um die Forschungsaktionen der Gemeinschaft, die regionalen,
nationalen und internationalen Programme sowie die private Forschung
besser zu koordinieren und auszurichten. Dieses Konzept trägt der
Verbindung dieser Projekte zu anderen Aktionen Rechnung, die die Wasserpolitik
in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, umweltpolitischer und industrieller
Hinsicht beeinflussen. Die Arbeiten decken u.a. folgende Bereiche ab:
- Entwicklung technologischer Innovationen;
- Verbesserung der Werkzeuge zur Bewirtschaftung der Ressourcen und
Netze;
- Management von Krisensituationen;
- internationale Zusammenarbeit.
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Effiziente und kostengünstige Maßnahmen
Im Jahr 2005 muß jede europäische Gemeinde mit mehr als
2.000 Einwohnern über eine Abwasseraufbereitungsanlage verfügen.
Zahlreiche kleine Wiederaufbereitungsanlagen sind daher mit Instrumenten
zur Messung der Qualität des zu- und abfließenden Wassers
auszustatten. Hierzu wurde mit dem europäischen Projekt WATER
QUALITY MONITOR ein kompaktes, preiswertes Spektrometer entwickelt,
das die Qualität der Abwasseraufbereitung zuverlässig prüft.
Überwachung und Vorbeugung
Mit dem Projekt WATERNET wurde unter Leitung eines französischen
Unternehmens ein Telematikwerkzeug entwickelt, das mit Hilfe eines Sensorennetzes
permanent die Qualität des entnommenen Wassers bestimmt, ihre Entwicklung
abschätzt und die Ursachen der Verunreinigung ermittelt.
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