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Frauen und Wissenschaft
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Kontext

Erfolg haben

50% der europäischen Studenten des ersten Studienjahres sind Frauen. Auch wenn die Studentinnen sich in erster Linie für Geistes-, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften entscheiden, sind sie doch in immer stärkerem Maße in den naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen vertreten. Aber was ist nach dem Studium? Was wird aus denjenigen, die in der wissenschaftlichen Forschung Karriere machen wollen?

„Frauen sind der Ansicht, dass Erfolge in der wissenschaftlichen Forschung nicht das Geringste mit dem Geschlecht zu tun haben, und wollen nach den gleichen objektiven Kriterien beurteilt werden wie ihre männlichen Kollegen. Sie versprechen sich davon die gleichen Karriereaussichten und Quellen für Forschungsmittel sowie die gleichen Privilegien, die Männer in den einzelnen Etappen ihrer Karriere genießen“, schrieb Mary Osborn, Professorin am Max-Planck-Institut in Göttingen, in einem Brief an Nature im Jahre 1992.

Mary Osborn ist Mitglied der Gruppe, die den von der Europäischen Kommission veröffentlichten Bericht Promoting excellence through mainstreaming gender equality (siehe Science policies in the European Union: Promoting excellence through mainstreaming gender equality), unterzeichnet hat – ein Bericht, der sich erstmals einer Bestandsaufnahme der Stellung der Frau in der europäischen Forschung widmet. Abgesehen von den spezifischen Besonderheiten der Welt der Wissenschaft ist der Grundtenor dieser Bilanz der gleiche wie der in anderen Gesellschaftsbereichen. Wissenschaftlerinnen verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen, sie stehen häufiger in befristeten Arbeitsverhältnissen, sie haben es schwerer, auf der Karriereleiter nach oben zu kommen und erreichen langsamer und seltener ihr Karriereziel. Nur wenige Frauen haben hochrangige verantwortungsvolle Posten inne, nur wenige bekleiden Ehrenämter oder sind Mitglied in renommierten Vereinigungen.

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Männer- und Frauen-Statistiken

Welche Rolle spielen Frauen in der Wissenschaft? Sind sie in bestimmten Forschungsbereichen stärker vertreten? Wie verläuft ihre Karriere? Ohne verlässliche Statistiken, die die Dimension des Geschlechts berücksichtigen und Kriterien wie Gleich- und Ungleichbehandlung messen, ist es nicht möglich, diese Fragen präzise zu beantworten – und „ehrliche“ Schlussfolgerungen zu ziehen. Allzu häufig sind die aktuellen Angaben nur sehr bruchstückhaft und stammen aus verschiedenen Quellen, was zuverlässige Vergleiche unmöglich macht. Die nordeuropäischen Länder widmen dem Parameter männlich/weiblich in all ihren Untersuchungen indes besondere Aufmerksamkeit. Ein Beispiel: Die Broschüre Education in Sweden stellt die Gesamtheit der Daten im Bereich Bildung und Erziehung (von der Vorschule über Bildungshaushalte bis zur Erwachsenenbildung etc.) zusammen und trägt dabei stets der „Geschlechterdualität“ Rechnung“.


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„Go for it“. Ein Plakat, das über wissenschaftliche Berufe aufklärt (Förderung von WuT für Frauen),
initiiert im Auftrag des britischen Handels- und Industrieministeriums.
"Go for it". Ein Plakat, das über wissenschaftliche Berufe aufklärt (Förderung von WuT für Frauen),  initiiert im Auftrag des britischen Handels- und Industrieministeriums.