Wichtiger rechtlicher Hinweis
   
Kontakt   |   Suche   
Fusionsenergie
Graphic element Home
Graphic element Energie und Fusion: Herausforderungen der Zukunft
Graphic element Das europäische Fusionsforschungsprogramm
Graphic element Fusionsforschung
Graphic element Die Wissenschaft hinter der Fusion
Graphic element ITER – der nächste Schritt
Graphic element Langfristige Strategie
Graphic element Weitere Informationen
   
image image
Graphic element Sonstige thematische Projekte

 

image

ITER – der nächste Schritt

ITER – auf Lateinisch „der Weg“ – ist ein internationales Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das im Hinblick auf den nächsten wichtigen Schritt hin zur Fusionsenergie konzipiert wurde. ITER, der auf gängiger Physik und bewährter Technik beruht, stellt den ersten vollständigen Entwurf einer Fusionsanlage für ein Kraftwerk konventioneller Größe dar. Im Lauf der letzten zehn Jahre wurde ITER zu einem detaillierten Ingenieurplan vorangetrieben, der konstruktionsbereit ist und für den die Industrie Modelle oder Prototypen der wichtigsten technischen Komponenten hergestellt und voll ausgetestet hat. Auf dieser Grundlage hat die Industrie die Konstruktionskosten umfassend bewertet.

Weltweite Zusammenarbeit

Die internationale Zusammenarbeit für den Entwurf von ITER ist auch insofern Weg weisend, als sie geografisch und kulturell weit auseinander liegende Teams in diesem technisch herausfordernden Projekt koordiniert. Diese bemerkenswerte wissenschaftliche Leistung wurde durch führende Wissenschaftler und Ingenieure von Forschungszentren, Universitäten und Unternehmen auf der ganzen Welt ermöglicht, die ein Team von mehreren hundert Mitarbeitern in einer echt projektorientierten Zusammenarbeit vereinten.

Die Aufgabe, ITER zu errichten und zu betreiben wird eine wirklich globale Partnerschaft verlangen. Für seine Konstruktion sind Standorte auf drei Kontinenten vorgeschlagen worden. Die Europäische Union, Kanada, Japan, die Russische Föderation und seit 2003 auch die Vereinigten Staaten, die Volksrepublik China und die Republik Korea verhandeln über die Implementierung des Projekts. Andere Länder dürften sich ebenfalls für eine Teilnahme interessieren.

Die ITER-Verhandlungen umfassen den Bau, den Betrieb und die Stilllegung von ITER und decken Gebiete ab wie Kostenverteilung, Managementstruktur, Rechte an geistigem Eigentum und Standort. Unterstützende technische Tätigkeiten sorgen für die Erhaltung der Integrität des Projekts, überprüfen Entwurfsanpassungen für spezifische Standorte und bereiten die Unterlagen für die Lizenzierung vor. 

Fusionsenergie

ITER wird den Großteil der für ein künftiges Kraftwerk benötigten Technologie enthalten.

Mit seinen 24 Metern Höhe und 30 Metern Durchmesser wird der ITER-Tokamak kleiner sein als ein konventionelles Kraftwerk. In einem toroidalen (ringförmigen) Fusionsplasma mit 800 m3 Inhalt, eingeschlossen durch starke Magnetfelder, wird er bis zu 500 MW thermischer Energie erzeugen. Er wird eine verlängerte Stromerzeugung demonstrieren, deren Endziel ein durchgehender Betrieb ist.

ITER wird zwischen zehn und fünf Mal mehr Energie erzeugen als für die Erhaltung des Plasmas auf Fusionstemperatur (150 Millionen Grad Celsius) notwendig ist und mithin die Machbarkeit der Fusionsenergie und eine anhaltende „Verbrennung“ demonstrieren. Gleichzeitig wird er den Physikern und Ingenieuren erlauben, die erforderlichen Techniken, Bestandteile und Kontrollstrategien für spätere Fusionskraftwerke zu entwickeln und zu optimieren.
 

Top

 

  page 1 page 2 page 3 page 4 page 5 page 6 page 7
ITER
ITER