Belastbare Cybersicherheitslösungen für europäische Unternehmen

IT-Innovationen eröffneten neue Geschäftsperspektiven, die Unternehmen jedoch neuen Bedrohungen aussetzten. Besonders kleinere Unternehmen sind oft schlecht auf die Abwehr von Cyberangriffen vorbereitet. Ein EU-finanziertes Projekt hat neue Instrumente für einen besseren Schutz von Unternehmen und Privatpersonen entwickelt und diese auf einer einfach zu bedienenden Plattform zur Verfügung gestellt.

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Published: 22 February 2021  
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Belastbare Cybersicherheitslösungen für europäische Unternehmen

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© DmitryRazinkov, #266549367, source:stock.adobe.com 2021

Die COVID-19-Pandemie hat, wie nie zuvor, die zunehmende Abhängigkeit der Weltwirtschaft von den Informationstechnologien (IT) deutlich gemacht. Unternehmen aller Größen und Branchen verlassen sich bei den täglichen Betriebsabläufen sowie bei Interaktionen mit Lieferanten und Kundschaft auf IT-Lösungen.

Das bringt jedoch mit sich, dass bei Cybersicherheitsvorfällen großer wirtschaftlicher Schaden angerichtet werden kann. Cyberangriffe untergraben auch das Vertrauen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen in unserer aufstrebenden digitalen Gesellschaft.

„Der Online-Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen, Geschäftsinformationen und persönlichen Daten sowie die Unterbrechung von Dienstleistungen – all diese Vorfälle führen zu wirtschaftlichen Verlusten“, erklärt Anastasios Drosou, Projektkoordinator von FORTIKA sowie leitender Forscher am Zentrum für Forschung und Technologie Hellas (CERTH) in Griechenland. „Die Kosten der Cyberkriminalität für die Weltwirtschaft belaufen sich schätzungsweise auf mehr als 775 Milliarden EUR pro Jahr. Bedrohungen der Cybersicherheit können auch gravierende Auswirkungen auf die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger haben, beispielsweise auf die Privatsphäre.“

Leistungsfähige Instrumente für die Cybersicherheit

Das Projekt FORTIKA wurde mit dem konkreten Ziel ins Leben gerufen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Eindämmung dieser Bedrohung zu unterstützen. Kleineren Unternehmen mangelt es in der Regel an Ressourcen und oft an internem Fachwissen. „Es ist bekannt, dass die Anfälligkeit eines Unternehmens für Cyberangriffe umgekehrt proportional zu seiner Größe ist“, so Drosou. „KMU sind oft schlecht darauf vorbereitet, sich und ihre digitalen Ressourcen sowie die Daten und die Privatsphäre ihrer Kundschaft zu schützen.“

Das Projektkonsortium machte sich daran, speziell auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnittene Instrumente zu entwickeln. So wurden zum Beispiel auf Algorithmen der Künstlichen Intelligenz (KI) gestützte Cybersicherheitsdienste entwickelt, um Bedrohungen erkennen und effektiver abwehren zu können. Das Projektteam bewertete auch die rechtlichen und ethischen Aspekte des Cybersicherheitsschutzes und berücksichtigte diese Elemente in seinen technischen Lösungsvorschlägen.

„Das KI-Instrument FORTIKA ‚überwacht‘ beispielsweise das Netzwerk eines Unternehmens, erkennt etwaige Bedrohungen und initiiert bei Bedarf Gegenmaßnahmen“, ergänzt Drosou. „Dienste wie dieser können einfach über ein kostengünstiges Hardware-Gerät – das sogenannte FORTIKA Gateway – bereitgestellt werden, das von den KMU eigens installiert wird.“

Ein wesentlicher Vorteil des Gateway-Geräts ist, dass es eine neuartige hardwarebasierte Technologie implementiert, die als ‚Edge Acceleration‘ (Microsoft Edge Hardwarebeschleunigung) bekannt ist. Edge Acceleration nutzt Edge Computing (d. h. Rechenleistung, die an oder in der Nähe der Datenquelle erfolgt) und ermöglicht es den KMU, effizient und kostengünstig auf hohe Rechenleistung zuzugreifen.

Außerdem wurde eine Komponente für SIEM (Security Information and Event Management) entwickelt. Diese anpassbare und hochgradig interaktive visuelle Schnittstelle bietet in der Endanwendung eine freundliche, leicht verständliche und umfassende Echtzeit-Ansicht ihrer Systeme, des Sicherheitsstatus und der laufenden Betriebsoptimierungen.

Marktplatz für Cybersicherheit

Ein weiterer entscheidender Erfolg des Projekts war die Entwicklung einer innovativen Plattform. Der sogenannte FORTIKA-Marktplatz ermöglicht KMU Zugang zu Innovationen, die sowohl innerhalb des Projekts als auch von Dritten entwickelt wurden. Diese Anlaufstelle ermöglicht es Unternehmen, nach den von ihnen benötigten Cybersicherheitslösungen zu suchen, die geeigneten auszuwählen und diese herunterzuladen. „Der FORTIKA-Marktplatz soll unter anderem die Nutzenden aus kleinen Unternehmen zu vertrauenswürdigen Cybersicherheitsdiensten führen“, sagt Drosou.

„Der Marktplatz dient nicht nur der Bewerbung von Instrumenten für die Cybersicherheit, die vom FORTIKA-Konsortium entwickelt wurden. Er bietet auch eine offene Plattform, auf der eine Reihe von Cybersicherheitsdiensten an KMU weltweit vermarktet werden können. Durch ihren Zugang zu hochqualifizierter Cybersicherheit zu geringen Kosten und mit minimalem Aufwand können die KMU ihre begrenzten Ressourcen auf ihr Kerngeschäft fokussieren und dadurch florieren.“

Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit kleiner Unternehmen – welche das Rückgrat der europäischen Wirtschaft bilden – führt in einer Zeit der globalen Unsicherheit auch zur Schaffung dringend benötigten Vertrauens. Die letztendliche Kommerzialisierung der von FORTIKA vorgeschlagenen Lösungen und die Eröffnung des Marktplatzes werden auch dazu beitragen, neue Beschäftigungsmöglichkeiten in der europäischen Branche der Cybersicherheit und in ihren Forschungsbereichen zu schaffen.

Projektdetails

  • Projektkürzel: FORTIKA
  • Beteiligte: Griechenland (Koordinator), Belgien, Bulgarien, Deutschland, Irland, Italien, Slowenien, Spanien, Vereinigtes Königreich
  • Projektnummer: 740690
  • Gesamtkosten: EUR 4 918 812
  • EU-Beitrag: EUR 3 997 025
  • Dauer: Juni 2017 bis Mai 2020

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