WICHTIGER RECHTLICHER HINWEIS: Die Angaben auf diesen Webseiten unterliegen einerErklärung über den Haftungsausschlussund einem Vermerk über das Urheberrecht
 
Kontakt   |   EUROPA - Suche  
 NUS- und MOEL-Partnerländer > Schaden wieder gutmachen - die Zukunft schützen
Vorige
Inhalt
Nächste

Schaden wieder gutmachen - die Zukunft schützen

illustration

Eines der zahlreichen Probleme, mit denen die Neuen Unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion (NUS) und andere mittel- und osteuropäische Länder (MOEL) zu kämpfen haben, ist der schlechte Zustand der Umwelt. In einer Reihe von INCO-Forschungsprojekten entwickeln Wissenschaftler Instrumente, mit deren Hilfe sich von Menschen erzeugte Umweltschäden begrenzen und beheben lassen. Als die alten Regimes hinter dem Eisernen Vorhang ihre Stadt- und Industriepolitiken formulierten, standen Umwelterwägungen nicht hoch im Kurs. Dieses Versäumnis beschert den betroffenen Ländern heute eine Fülle von Problemen: Wüstenbildung in Zentralasien, Verschmutzung von Land, Wasserläufen und Seen durch Öl, Chemikalien, Schwermetalle und radioaktive Stoffe. Die Situation beeinträchtigt ganze Ökosysteme, geht aber natürlich auch zu Lasten der Gesundheit und des Wohlbefindens der Bevölkerung. In diesem Bereich durchgeführte Projekte betreffen die Beurteilung von Schäden sowie Strategien zur Sanierung und nachhaltigen Verbesserung.

Neben der Schadensbehebung bemühen sich INCO-Projekte auch darum, bewährte Methoden für künftige Generationen in scheinbar noch relativ unberührten Gebieten zu verbessern. Es gibt also eine Menge zu tun, um das nachhaltige Management von Naturressourcen in arktischen Küstenzonen zu unterstützen. Ziel ist, die biologische Vielfalt der Arktis durch das Management von Meeresressourcen und Ökosystemen zu erhalten - und das Gebiet vor Verschmutzung zu schützen.

Umweltprobleme im Visier

Der Issykul-Kul-See in Kirgisistan ist eines der tiefsten Wasserbecken der Welt. Auf seiner touristischen Anziehungskraft beruht eine der wenigen Einnahmequellen der einheimischen Bevölkerung. Leider ist das Gebiet rund um den See durch ernste Umweltgefahren bedroht, die auf Verschmutzung durch landwirtschaftliche und industrielle Tätigkeiten, einschließlich der Gewinnung von Gold und Uran, zurückzuführen sind. Ein INCO-Projekt ermöglicht die Beurteilung und Vorhersage von Umweltveränderungen im See, die seine Unversehrtheit und Wassermenge beeinträchtigen. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen - Geologie, Physik, Hydrologie - arbeiten gemeinsam daran, präzise Informationen über Verschmutzungsniveaus und Variationen der Wassermenge sowie einen wissenschaftlichen Rahmen für mögliche Sanierungsmaßnahmen verfügbar zu machen.

 

(An)gemessene Reaktion auf Arktis-Warnung

Es hat sich als schwierig erwiesen, die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf das arktische Ökosystem genau zu messen. Es gibt jedoch ein von INTAS finanziertes Projekt zur Erfassung und Modellierung des Treibhauseffekts in der Arktis und Subarktis, das die diesbezüglichen Kenntnisse vertieft. Wissenschaftler aus Russland, Deutschland und Norwegen haben mithilfe von direkten Messungen und Fernerkundung eine Reihe von Faktoren - Lufttemperatur, Flußströmungen, ozeanographische Daten und Eisdicke - analysiert und so einen besseren Einblick in die Klimavariabilität in dieser Region geboten. Die von ihnen vorgenommenen Modellierungen decken die letzten Jahrhunderte ab und erlauben überdies Simulationen zur Vorhersage künftiger klimatischer Entwicklungen.

Vorige
Inhalt
Nächste
Sicherung der internationalen stellung der gemeinschaftsforschung