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Knappe Wasserressourcen bewirtschaften

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Abnehmende Niederschläge und ein zunehmender Wasserverbrauch - hauptsächlich für landwirtschaftliche, aber auch für urbane Zwecke - schaffen Probleme im Mittelmeerraum. Die immer knapperen Wasserreserven müssen auf eine vernünftige und nachhaltige Weise genutzt werden und im Laufe von Jahrtausenden erworbenen Erfahrungen in der Wasserwirtschaft mit wissenschaftlichen Analysekapazitäten kombiniert. Forschung in diesem Gebiet ist ein wesentliches Element des Programms INCO-Med, das nach effizienteren Mitteln der Wassernutzung sucht und zur Ausarbeitung wirksamer politischer Maßnahmen für ein besseres Management der Süßwasserversorgung beitragen will.

Hinsichtlich der lokalen ökologischen und sozioökonomischen Bedingungen müssen Fortschritte erreicht werden. INCO ist sich zudem bewusst, dass Probleme der Wasserversorgung die Grenzen überschreiten; daher fördert es regionale Zusammenarbeit und gemeinsame Ansätze zum Problem der Wasserknappheit.

Angesichts der Tatsache, dass die Landwirtschaft 70 bis 80 % des Süßwassers verbraucht, kommt dem Erhalt und der Wiederverwendung von Wasser höchste Bedeutung zu. Durch die Entwicklung wirkungsvollerer Bewässerungstechniken lässt sich die Nachfrage nach Wasser tatsächlich senken, ebenso wie durch ein gründlicheres Verständnis der Bedürfnisse von Getreide und Pflanzen. Auch in der städtischen Umgebung kann der Verbrauch durch bessere Wasseraufbereitung und -wiederverwendung beschränkt werden. Sehr nützlich sind außerdem umfassendere Kenntnisse darüber, wie der Oberflächenabfluss unseren Städten diese wertvolle Ressource entzieht.

Frisch aus dem Meer

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Rund um das Mittelmeer-becken werden natürliche Wasser-ressourcen knapp. Der jüngste Versuch zur Linderung dieses Problems besteht darin, Meerwasser und brackiges Wasser zu entsalzen. Allerdings verursachen die einschlägigen herkömmlichen Methoden Umweltprobleme, da sie auf fossilen Kraftstoffen basieren. Das Projekt Medco-desal beurteilte Wasserressourcen und prüfte die Rentabilität von Entsalzungstechniken, die im östlichen Mittelmeerraum angewendet werden und erneuerbare Energien benutzen. Die positiven Ergebnisse umfassten eine Bewertung von Entsalzungstechnologien und ergänzender Management- und Ausbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus wurde eine GIS- (geographisches Informationssystem) Datenbank aufgebaut, so dass Wasserreserven, Bedarf und Hot Spots, die Hilfe durch Entsalzung oder andere Methoden ganz besonders nötig haben, künftig kartographisch dargestellt werden können.

 

Wasser erhalten, Menschen helfen

Wasser ist der Quell des Lebens. Das wissen die Menschen, die in abgelegenen trockenen Gebieten des südlichen Mittelmeerraums zu Hause sind, nur zu gut. Ihnen kommt nun ein INCO-Projekt zugute, das die Nachhaltigkeit kleiner Staubecken in hügeligen Gebieten untersuchte. Die Ergebnisse zeigen, wie sich durch die Entwicklung und Wartung solcher Staubecken Wasser erhalten lässt. Ihr Einsatz ist ein Segen für die betroffenen Gemeinschaften, da dank der kontrollierten Bewässerung Landwirtschaft möglich wird. Die durch eine gesicherte Wasserversorgung gebotene Stabilität zieht immer mehr Menschen in diese Gebiete.

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