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Förderung gesunder Gesellschaften

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Internationale Forschungszusammenarbeit durch gesundheitsbezogene Projekte beruht auf Forschungsarbeiten im Hinblick auf Volksgesundheit und spezielle Krankheiten. In jedem Land, vor allem aber in den wirtschaftlich schwächeren geht es beim Aufbau eines leistungsfähigen Gesundheitssystems ebenso um die Einführung effizienter Managementmaßnahmen wie um die Bekämpfung von Krankheitsursachen und -auswirkungen.

Auf diesen Überlegungen beruht der ganzheitliche Ansatz zur Förderung gesunder Gesellschaften, der darauf abzielt, Krankheiten zu verhüten und zu bekämpfen und, auf lange Sicht, die sozioökonomische Aktivität voranzutreiben. INCO hat die Untersuchung der Beeinträchtigungen der menschlichen Gesundheit gefördert, die durch menschgemachte Veränderungen von Ökosystemen und Landschaften hervorgerufen werden. Gestützt auf das dabei erworbene Wissen, hat das Programm Projekte zur Verbesserung der Umwelt und somit der Gesundheit der einheimischen Bevölkerung finanziert. Ein gutes Beispiel dafür ist die Aufbereitung von Abwasser für die Wiederverwendung in der Landwirtschaft: nicht nur sparsamer, sondern auch besser für die menschliche Gesundheit.

Andere Forschungsvorhaben entwickelten beispielsweise Diagnoseprodukte, Medikamente und Impfstoffe oder führten Studien über Fortpflanzungsgesundheit durch.

Gute Gesundheit hängt ebenso von der Bereitstellung effizienter Dienste wie von der Entwicklung neuer Heilbehandlungen ab. Aus diesem Grund hat INCO Forschung über Gesundheitssysteme und -reformen gefördert. Dies umfasste die Beurteilung gesundheitspolitischer Maßnahmen, die Überprüfung von Management und Finanzen der Gesundheitsdienste, die Validierung von Gesundheitsversorgungsmodellen und Studien zur Erforschung menschlicher Ressourcen und Geschlechterfragen.

Kampf gegen ernste Infektionen

Leishmaniase ist eine Infektionskrankheit, die von der Protozoen-Gattung Leishmania ausgelöst und durch den Stich einer Phlebotomus-Mücke übertragen wird. Ein Projekt, in dem Forscher aus der Türkei, Portugal, Israel und den Niederlanden zusammenarbeiteten, untersuchte die Verbreitung der Krankheit sowie Diagnose- und Kontrolltechniken. Drei Diagnosemethoden wurden streng miteinander verglichen, und auch die in diesem Rahmen durchgeführten Impfstudien dürften zum klinischen Verständnis der Krankheit beitragen. Zu den Ergebnissen des Projekts zählt nicht zuletzt die Einrichtung eines Verweisungsnetzwerks zur Behandlung von Leishmaniase-Patienten, das in größeren Krankenhäusern in der türkischen Region Izmir im Einsatz ist.

 

Erbkrankheiten in den Griff bekommen

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In Tunesien und Marokko wurden mit Unterstützung französischer Wissenschaftler zwei erbliche Störungen - Thalassämie und Sichelzellanämie - erforscht. Neben der Überprüfung der volkswirtschaftlichen Kosten und sozialen Auswirkungen dieser beiden Krankheiten wurden auch Diagnosetechniken beurteilt. Der Technologietransfer im Rahmen des Projekts hat zur Errichtung von zwei Labors für pränatale Diagnostik in Tunis und Casablanca geführt. Noch wichtiger ist, dass dieses Drei-Jahres-Programm nach Meinung des Studienteams eine solide Grundlage für ein effizienteres Management dieser Krankheiten schaffen wird, die das Gesundheitswesen in den beiden nordafrikanischen Ländern erheblich belasten.

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Sicherung der internationalen stellung der gemeinschaftsforschung