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Menschliche Ernährung gewährleisten und natürliche Ressourcen schützen

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Die Entwicklungsländer müssen effizientere und nachhaltigere Wege finden, um mehr Lebensmittel zu produzieren, die Armut zu bekämpfen und gleichzeitig die natürliche Umwelt vor Problemen zu schützen, die durch landwirtschaftliche Praktiken verursacht werden können. Statistiken zeigen, wie dringend die Welt auf erfolgreiche Forschung in diesem Bereich angewiesen ist: 1,5 Milliarden Menschen leben in absoluter Armut, 800 Millionen haben heute einfach nicht genug zu essen. Experten befürchten in weniger als 20 Jahren den Ausbruch einer strukturellen Hungersnot in Südasien und dem südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas.

Auf Grund dieser Probleme stehen natürliche Ressourcen, Land, Süßwasser und Biodiversität unter einem enormen Druck, aber es ist praktisch unmöglich, für die Landwirtschaft mehr Boden verfügbar zu machen, ohne die Ökosysteme - und insbesondere anfällige Regenwälder - zu beeinträchtigen. Es gibt nur eine Antwort: Die Welt muss mit dem auskommen, was sie hat, aber sie muss vieles besser machen.

Über eine Vielzahl von Projekten, in denen gemeinsam Wege zur Steigerung der Agrarproduktion und zu einer effizienteren Nutzung von Boden und Wasser erforscht werden, stellt INCO einen Rahmen für den Fortschritt. Die Programmpolitik lehnt Unterstützung alter Methoden ab , die der Umwelt Schaden zugefügt haben und sich durch gefährliche Praktiken wie "fällen und verbrennen", den übermäßigen Gebrauch von Pestiziden und Düngemitteln sowie schlechtes Wassermanagement kennzeichneten. INCO versucht darüber hinaus neue Ansätze zur Agrarforschung einzuführen, indem es eine intensivere Beteiligung der Endnutzer fördert.

INCOs Arbeit diesbezüglich deckt viele verschiedene Bereiche ab: Pflanzenproduktion, Lebensmittelerzeugung für den eigenen Verbrauch, für den Markt erzeugte Agrarprodukte, Agrar-Forstwirtschaft, sowie Verarbeitung von Lebensmitteln und nicht zum Verzehr bestimmter Rohmaterialien.

Sauer macht erfinderisch

Mais ist eine wichtige Feldfrucht, die in vielen Entwicklungsländern zu den Hauptnahrungsmitteln zählt. Leider wird sein Nutzen dadurch beschränkt, dass er saure Böden, wie sie in den Tropen zu finden sind, überhaupt nicht mag. Ein von einem deutschen Team geleitetes INCO-Projekt, an dem Forschungseinrichtungen in Spanien, Kamerun, Kolumbien, Brasilien und auf Guadeloupe teilnahmen, suchte nach erfolgreichen Wegen, Mais auch auf den sauren Böden der Tropen anzubauen. Im Rahmen der genetischen Verbesserungen, die die Wissenschaftler an Maispflanzen vornahmen, wurden die Beziehungen zwischen Pflanze und Boden wie auch physiologische und agronomische Fragen sorgfältig untersucht. Aus dieser Arbeit - die im übrigen zeigt, dass hohe Produktivität und Nachhaltigkeit sich nur durch eine Verbindung gentechnischer und agronomischer Strategien erreichen lassen - sind neue Maisarten hervorgegangen, die bessere Erträge in sauren Böden bieten als die, die derzeit in Brasilien und im Kamerun angebaut werden

 

Bäume zum leben

Der Moringa wird häufig als Wunderbaum bezeichnet, da seine Nebenprodukte für viele Zwecke verwendet werden können. Ein INCO-Projekt untersuchte die Fähigkeit der Moringa oleifera und Moringa stenopetalaarten, in einem Agrar-Forstwirtschaftssystem sowohl Pflanzenöl als auch Gerinnungsmittel für die Wasseraufbereitung zu produzieren. Die Versuche fanden in Kenia statt und wurden von einheimischen Wissenschaftlern und Kollegen aus Griechenland, Deutschland und dem Vereinigten Königreich durchgeführt. Sie zeigten, wie diese Bäume sich für die Erzeugung von Öl für den Verzehr und die Industrie optimal nutzen lassen. Die Ergebnisse - auch in Bezug auf die Verwendung der Baumsamen bei der Wasseraufbereitung - werden heute von Nichtregierungsorganisationen in Entwicklungsprojekten eingesetzt.

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