Knowledge Based Bio-Economy

Global Fisheries at stake: Call for a stimulating scientific co-ordination

A crisis threatens one of the world's most important sources of food - fish. EU funded research project MyOcean provides monitoring data, about all of the seas on Earth, contributing to the protection and the sustainable management of living marine resources.

According to the UN Food and Agriculture Organisation, one billion people around the world depend on sea fish for a significant part of their diet. At the same time, it says, 85 per cent of the world marine fisheries are either at or beyond the limits of sustainability.  Our oceans are being exploited beyond endurance, threatening a collapse from which there could be no way back.

There are many causes.  Overfishing is one.  Destruction of fish habitats is another, as a result of heavy nets being dragged along the seabeds.  Add in the effects of climate change, such as ocean acidification and rising sea temperatures, and general human-induced pollution, and the resulting cocktail is highly toxic.

It is a difficult dilemma.  We need sustainable fishing – but we also need to produce food.  And the livelihoods of hundreds of millions of people depend on fishing. The European Commission recently underlined the importance of the problem by unveiling a set of sustainable fisheries proposals.  The EU has also recognised the important role of scientific understanding and progress in helping to achieve this goal.

While the world clearly depends on the efforts of scientists to ensure sustainable fisheries and avert global disaster, it is a complex picture, involving a range of specialised disciplines – oceanography, marine biology and ecology, to name just three. And in many cases, research efforts are fragmented not just between different disciplines, but also between different countries. 

That is one of the reasons why a major EC-funded project known as MyOcean has been set up, to establish an integrated, pan-European capability for ocean monitoring and forecasting.  Involving 61 partners in 29 countries, the 55 million euro, three-year project is designed to bring together the vast range of nationally available skills and resources into a streamlined, efficient and robust system capable of meeting the needs of Europe and the world in the 21st century. Among its numerous applications, MyOcean implements a major component of the GMES Marine Service (Global Monitoring for Environment and Security) by giving open and free access, through a dedicated Web portal linking to state-of-the-art information available on the Global Ocean (worldwide coverage) and on European seas.

Making use of satellite and in situ observations, the intention is to leverage Europe's ability to stimulate trans-national co-operation to create an entirely new monitoring and forecasting system. Temperature from the surface to the bottom, Sea Level, Currents, Chlorophyll-a, dissolved oxygen and nutrients are key-parameters for the marine resources area. This global source of information can be utilised to improve the sustainable management of marine resources

By providing an unprecedented capability to observe, understand and anticipate patterns within the marine environment, MyOcean will play a major role in helping ensure sustainable fisheries – as well as contribute to other areas such as marine safety, coastal and marine environmental protection and Seasonal Forecasting & Climate.

The Institute of Marine Research in Norway uses data provided by MyOcean to support their "research into Marine Ecosystems" and "use this for Management Advice to preserve rich and healthy oceans"comments Einar Swendsen, Research Director. The institute has five ships, constantly collecting data in-situ, and is therefore also able to share this information globally via MyOcean. EEA (European Environment Agency), ICES (International Council for the Exploitation of the Sea), FAO (Food and Agriculture Organisation of the United Nations) and National fishery Agencies are also key-users for MyOcean.

Today's experts believe that, without effective action, the stocks of all fish we currently catch for food could collapse by as early as 2048. If we are to avoid that disaster, much now depends on the collective actions we all take:  global leaders, the fishing industry, consumers - and the scientists on whom we must rely for insight and innovation. MyOcean embodies the type of collective action necessary to ensure the preservation of the fisheries on which so many of the world's growing population depend.  

Due to end in March 2012 with the production of an operational prototype, MyOcean will be followed by MyOcean2 with full operational status foreseen for 2014.

Weltweite Fischerei auf dem Spiel: Aufruf zu einer impulsgebenden wissenschaftlichen Koordination

Eine Krise bedroht eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Welt. Das EU-geförderte Forschungsprojekt MyOcean soll zum Schutz und zu einem nachhaltigen Management der lebenden Meeresressourcen beitragen, indem es Überwachungsdaten aus allen Weltmeeren bereitstellt.

Angaben der UN Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) zufolge hängen weltweit eine Milliarde Menschen von Meeresfischen, als erheblichem Bestandteil ihrer täglichen Ernährung, ab. Gleichzeitig befinden sich 85 % der weltweiten Meeresfischereien an oder bereits jenseits der Grenze der Nachhaltigkeit. Die Meere unserer Erde werden in verheerendem Maße ausgeschöpft – damit droht den Beständen ein irreparabler Zusammenbruch.

Überfischung ist nur einer der vielen Gründe für diese Entwicklung. Ein weiterer ist die Zerstörung der marinen Lebensräume durch den Einsatz schwerer Fangnetze, die über den Meeresgrund gezogen werden. Zusammen mit den Folgen des Klimawandels, wie zum Beispiel die Versauerung der Meere, steigende Meerestemperaturen, und der grundsätzlich durch den Menschen verursachten Umweltverschmutzung, ergibt sich daraus eine hochgiftige Kombination.

Ein komplexes Dilemma: Es besteht dringender Bedarf an einer nachhaltigen Fischerei, während weiterhin Lebensmittel produziert werden müssen, da die Lebensgrundlage von Hunderten Millionen Menschen von der Fischerei abhängt. Mit der Bekanntmachung einiger Vorschläge für eine nachhaltige Fischerei machte die Europäische Kommission vor Kurzem auf die Bedeutung dieses Problems aufmerksam. Die EU betonte außerdem, dass wissenschaftliches Verständnis und wissenschaftlicher Fortschritt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung einer nachhaltigen Fischerei einnehmen.

Während die Welt unweigerlich von den Bemühungen der Wissenschaftler abhängig ist, wenn es darum geht, nachhaltige Fischerei zu gewährleisten und eine globale Katastrophe zu verhindern, stehen diese vor einem komplexen Gesamtbild, das zahlreiche Fachgebiete wie Ozeanografie, Meeresbiologie und Ökologie umfasst, um nur drei zu nennen. Oftmals verteilen sich Forschungsansätze zudem nicht nur auf verschiedene Fachgebiete, sondern auch auf verschiedene Länder.

Das war einer der Gründe, weswegen das groß angelegte EU-geförderte Projekt MyOcean mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, ein integriertes, paneuropäisches Überwachungs- und Prognosesystem zu schaffen. Mit 61 Partnern in 29 Ländern zielt das auf drei Jahre angelegte 55-Millionen-Euro-Projekt darauf ab, die große Vielfalt an national verfügbaren Kenntnissen und Ressourcen in einem optimierten, effizienten und robusten System zu vereinen, das imstande ist, den Bedürfnissen Europas und der Welt im 21. Jahrhundert gerecht zu werden. Zu den zahlreichen Aufgabebereichen von MyOcean zählt auch die Umsetzung eines wichtigen Bestandteils der Initiative GMES Marine Service (Global Monitoring for Environment and Security, deutsch: Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung). Durch ein speziell eingerichtetes Internetportal ermöglicht MyOcean den offenen und freien Zugang zu modernsten Informationen über die Weltmeere (globale Netzabdeckung) und die europäischen Meere.

Mithilfe von Satellitenbeobachtungen und Überwachungen vor Ort soll Europas Fähigkeit transnationale Kooperationen zu schaffen, genutzt werden, um ein vollkommen neues Überwachungs- und Prognosesystem zu errichten. Zu den wichtigen Parametern der Meeresressourcen gehören die Meerestemperatur (von der Oberfläche bis zum Grund), der Meeresspiegel, Strömungen, der Chlorophyll-a-Anteil sowie Sauerstoff- und Nährstoffmangel. Eine globale Informationsquelle, die all diese Parameter enthält, kann dazu genutzt werden, das nachhaltige Meeresressourcenmanagement zu verbessern.

Indem MyOcean eine bisher einzigartige Möglichkeit schafft, Charakteristiken der Meeresumwelt zu überwachen, zu verstehen und vorauszusehen, wird das Projekt nicht nur einen erheblichen Beitrag zur Gewährleistung einer nachhaltigen Fischerei leisten, sondern auch zu anderen Bereichen wie der Sicherheit auf See, dem Schutz der Meeres- und Küstenumwelt sowie zu saisonalen Vorhersagen und Klima.

Das norwegische Institut für Meeresforschung verwendet von MyOcean bereitgestellte Daten, um seine "marine Ökosystemforschung" zu fördern und "diese für Managementhilfen zum Erhalt von reichhaltigen und gesunden Meeren zu nutzen", so ein Kommentar des Forschungsdirektors Einar Swendsen. Fünf institutseigene Schiffe zeichnen kontinuierlich Daten vor Ort auf, die über MyOcean auf globaler Ebene verbreitet werden können. Weitere Hauptnutzer von MyOcean sind die Europäische Umweltagentur EEA, der Internationale Rat für Meeresforschung ICES, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO sowie die nationalen Fischereiämter.

Nach Meinungen heutiger Forscher drohen die gesamten Bestände der Fische, die aktuell zur Nahrungsmittelbeschaffung gefangen werden, bereits im Jahr 2048 zu kollabieren, sollten keine effektiven Maßnahmen ergriffen werden. Eine derartige Katastrophe zu verhindern, erfordert Bereitschaft zu gemeinsamen Handeln: führende Amtsinhaber aus Wirtschaft und Politik, die Fischereiindustrie und Verbraucher – sowie Wissenschaftler, auf deren Informationen und Innovationen wir uns verlassen müssen. MyOcean stellt die Art kollektiven Handelns dar, die notwendig ist, um den Erhalt der Fischereien zu gewährleisten, von denen die Ernährung unzähliger Menschen der weltweit wachsenden Bevölkerung abhängt.

Das Projekt MyOcean endet voraussichtlich im März 2012 mit der Fertigstellung eines funktionsfähigen Prototyps und wird durch sein Nachfolgeprojekt MyOcean2 ersetzt, welches mit voller Funktionsfähigkeit 2014 starten soll.

Pressehinweis:
Die Webadresse des Projekts lautet: www.myocean.eu, E-Mail: pierre.bahurel@mercator-ocean.frIm Cache

L'industrie mondiale de la pêche en danger : un appel à encourager la collaboration scientifique

Une crise menace l'une des principales sources mondiales d'alimentation. MyOcean, un projet de recherche financé par l'UE, fournit des données de surveillance sur toutes les mers du globe, contribuant ainsi à la protection et à la gestion durable des ressources marines vivantes.

D'après l'Organisation des Nations Unies pour l'alimentation et l'agriculture (FAO), l'alimentation d'un milliard de personnes dans le monde repose en majeure partie sur le poisson. Dans le même temps, déclare cet organisme, 85 pour cent de la pêche marine mondiale a atteint ou dépassé le seuil de renouvellement. Nos océans sont exploités au-delà de leur faculté à se renouveler, faisant planer la menace d'une catastrophe qui pourrait être irréversible. 

Les causes de ce phénomène sont multiples. Parmi elles, on compte la surpêche, mais aussi la destruction de l’habitat des poissons causée par les lourds filets traînés dans les fonds marins. Si l'on ajoute à cela les effets du changement climatique tels que l'acidification des océans, la hausse de la température de la mer et d'une manière générale la pollution provoquée par les activités humaines, on obtient un cocktail hautement toxique.

Le dilemme est difficile. Il est nécessaire d'introduire des méthodes de pêche durables – mais nous avons aussi besoin de produire des aliments. De plus, la survie de centaines de millions de personnes dépend de la pêche. La Commission européenne a récemment souligné l'importance de ce problème en dévoilant une série de propositions visant à rendre la pêche plus durable. Cependant, l’UE a également reconnu le rôle important que jouent la connaissance et le progrès scientifique pour atteindre cet objectif.

Même si le monde dépend de toute évidence des efforts des scientifiques pour garantir une pêche plus durable et éviter un désastre mondial, la situation est complexe et dépend de l’interaction entre différentes disciplines spécialisées – océanographie, biologie marine et écologie, pour n'en nommer que quelques-unes. Et dans de nombreux cas, les initiatives de recherche sont fragmentées non seulement entre ces différentes disciplines, mais aussi entre différents pays.

C'est pour cette raison qu'a été mis en place le projet majeur MyOcean, soutenu par la Commission européenne, qui vise à établir une base de compétences intégrée et pan-européenne pour la surveillance et les prévisions concernant les océans. Composé de 61 partenaires dans 29 pays, ce projet étalé sur trois ans et doté d'un budget de 55 millions d'euros, a été conçu pour rassembler une variété de talents et de connaissances nationales, au sein d’un système rationalisé, efficace et robuste pouvant répondre aux besoins de l'Europe et du monde au 21ème siècle. Parmi les nombreuses applications qu'il propose, MyOcean met en place un élément-clé du service marin GMES (Surveillance mondiale pour l'environnement et la sécurité) en permettant le libre accès, à travers un portail web spécifique, à des informations de haute précision portant sur les océans (couverture à l’échelle mondiale) et les mers européennes.

En utilisant des observations in situ et par satellite, le projet vise à mettre à profit la capacité de l'Europe à encourager la coopération transnationale, pour créer un système de surveillance et de prévision entièrement nouveau. La température depuis la surface jusqu'aux fonds marins, le niveau de la mer, les courants, la chlorophylle a, l'oxygène dissous et les nutriments sont des paramètres cruciaux dans le secteur des ressources marines. Cette source mondiale d'informations peut être utilisée pour améliorer la gestion durable des ressources marines.

En développant une capacité d’observation, de compréhension et d’anticipation sans précédent des schémas à l’Ĺ“uvre au sein de l'environnement marin, MyOcean jouera un rôle important dans le soutien à rendre l'industrie de la pêche plus durable – tout en contribuant à d'autres secteurs comme la sécurité marine, la protection de l'environnement côtier et marin, ainsi que les prévisions saisonnières et le climat.

L'Institut de Recherche Marine en Norvège exploite les données fournies par MyOcean pour appuyer leurs « recherches sur les écosystèmes marins » et « utilisent ces données pour la gestion des risques relative à la préservation de la richesse et de la santé des océans », déclare Einar Swendsen, directeur de la recherche. L'Institut possède cinq navires qui recueillent en permanence des données in-situ, ce qui lui permet de partager ces informations à travers le globe grâce à MyOcean. L'AEE (Agence européenne pour l'environnement), le CIEM (Conseil international pour l'Exploration de la Mer), la FAO (Agence des Nations unies pour l'alimentation et l'agriculture) et les agences nationales pour l'industrie de la pêche font partie des utilisateurs-clés de MyOcean.

Les experts d'aujourd'hui sont convaincus que si des mesures efficaces ne sont pas prises, les stocks de poissons actuellement pêchés pourraient disparaître presque entièrement dès 2048. Éviter cette catastrophe repose en grande partie sur les actions que nous pouvons collectivement mettre en place dès maintenant: avec les dirigeants du monde entier, l'industrie de la pêche, les consommateurs – et aussi les scientifiques, porteurs de connaissance et d'innovation. MyOcean incarne le type d'action collective nécessaire afin de préserver l'économie de la pêche, dont dépend une si large part de la population mondiale.

Le projet, qui se terminera en mars 2012 avec la production d'un prototype opérationnel, sera suivi par MyOcean2 qui devrait être pleinement opérationnel en 2014.