Navigation path

Additional tools

Instrument für Heranführungshilfe (IPA)

So funktioniert IPA

Seit dem 1. Januar 2007 wurden Heranführungsfonds, ebenso wie Strukturfonds, einer umfassenden politischen Reform unterzogen. Die sichtbarste Auswirkung dieser Reform war die Ablösung zahlreicher Programme und Finanzinstrumente der Europäischen Union (PHARE, PHARE CBC, ISPA, SAPARD, CARDS und das Finanzinstrument für die Türkei) durch ein einziges Instrumente und einen einzigen rechtlichen Rahmen – das Instrument für Heranführungshilfe (IPA).

Der rechtliche Rahmen für dieses neue Instrument wurde durch Verordnung (EG) 1085/2006 des Rates vom17. Juli 2006 sowie entsprechenden Durchführungsbestimmungen von Verordnung (EG) 718/2007 der Kommission geschaffen.
Im Rahmen dieses einzigen Instruments werden finanzielle durch fünf „Komponenten“ bereitgestellt:

  1. Übergangshilfe und Aufbau von Institutionen: verwaltet von der Generaldirektion Erweiterung der Europäischen Kommission
  2. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit (mit EU Mitgliedstaaten und anderen im Rahmen von IPA förderfähigen Ländern)
  3. Regionale Entwicklung (Unterstützung für die Bereiche Verkehr, Umweltinfrastruktur sowie Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Reduzierung der regionalen Unterschiede);
  4. Entwicklung von Humanressourcen (Stärkung des Humankapitals und Bekämpfung von Ausgrenzung): verwaltet von der Generaldirektion Beschäftigung und Soziales der Europäischen Kommission
  5. Entwicklung des ländlichen Raums: verwaltet von der Generaldirektion Landwirtschaft der Europäischen Kommission.

Die IPA Komponenten III-V sind darauf ausgelegt, Struktur , Kohäsions und Agrarfonds als Vorbereitung zur Verwaltung solcher Fonds nach einem Beitritt widerzuspiegeln. Dies ermöglicht den begünstigten Ländern, sich selbst auf eine erfolgreiche Beteiligung an der Kohäsionspolitik der EU nach dem Beitritt vorzubereiten. Dies sollte dabei helfen, die Kohäsionsmittel der EU nach der Bereitstellung effektiver zu absorbieren.

Die Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission ist für die Umsetzung der Komponente „Regionale Entwicklung“ (die so genannte Komponente III) sowie für Komponente II im Hinblick auf die Mitgliedstaaten verantwortlich.

Die Komponenten I und II stehen allen begünstigen Ländern offen, wohingegen die Komponenten III, IV und V ausschließlich den Bewerberländern offen stehen (die aktuellen Bewerberländer sind: Kroatien, die Türkei und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien).

Im Jahr 2010 wurde Island und Montenegro der Status eines Bewerberlandes verliehen. Diese beiden Länder liegen jedoch momentan außerhalb des Anwendungsbereiches der IPA Komponente III.

Aktuelle potenzielle Bewerberländer, die im Hinblick auf finanzielle Mittel des IPA förderfähig sind: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kosovo gemäß Resolution 1244/99 des UN Sicherheitsrates.

EU-Regionalpolitik: Bleiben Sie informiert