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Spezielle Unterstützungsinstrumente

JASPERS (Joint Assistance to Support Projects in European Regions)

Was ist JASPERS?

JASPERS ist eine Partnerschaft zwischen der Europäischen Kommission (Generaldirektion Regionalpolitik), der Europäischen Investitionsbank (EIB), der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE en français) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Genau genommen handelt es sich um eine Fazilität für technische Unterstützung für die zwölf EU-Staaten, die 2004 und 2007 beitraten. Unterstützungsbedürftige Mitgliedstaaten erhalten so die Möglichkeit, hochwertige Projekte vorzubereiten, die mit EU-Mitteln kofinanziert werden.

Welche Unterstützung bietet JASPERS?

JASPERS gewährt betroffenen EU-Mitgliedstaaten unabhängige Beratung, damit diese große Infrastrukturprojekte problemloser durchführen können.

JASPERS kann dabei in allen Projektphasen Unterstützung bieten – von der anfänglichen Skizzierung eines Projekts bis hin zur Entscheidung über die Gewährung von EU-Zuschüssen. In bestimmten Fällen kann die Beratung auch bis zum Beginn der Bauphase erfolgen.

Die JASPERS-Beratung kann Folgendes beinhalten:

  • Projektvorbereitung (z. B. Kosten-Nutzen-Analyse, Finanzanalyse, Umweltfragen sowie Beschaffungsplanung)
  • Überprüfung der Dokumentation (z. B. Machbarkeitsstudien, Anträge auf Zuschüsse usw.)
  • Beratung zur Einhaltung von EU-Recht (in Bezug auf Umwelt, Wettbewerbsvorschriften usw.)

Es ist eindeutig erwiesen, dass Projekte, die Unterstützung im Rahmen von JASPERS erhielten, wesentlich schneller genehmigt wurden als sonstige Projekte.

Welche Projekte erfüllen die Voraussetzungen für Unterstützung gemäß JASPERS?

JASPERS soll Großprojekte im Infrastrukturbereich unterstützen, die ein Budget von über 50 Mio. € aufweisen und teils mit EU-Geldern finanziert werden. Beispiele sind Projekte in den Bereichen Straßen- und Schienennetz sowie Wasser, Abfall, Energie und Stadtverkehr. In kleinen Ländern, in denen es nur wenige Projekte dieser Größenordnung gibt, konzentriert sich JASPERS auf die größten Projekte.

Für weitere Informationen sollten sich potentielle Begünstigte an die Verwaltungsstelle wenden, die in ihrem Land für die Koordinierung der EU-Strukturfonds zuständig ist.

Wie ist JASPERS organisiert?

Die Mitarbeiter von JASPERS werden im Rahmen einer Partnerschaftsvereinbarung abgestellt: Die Kommission gewährt hierbei Mittel für die Einstellung von Fachkräften. Dagegen entsenden die drei anderen Partner, d. h. die EIB, die EBWE und die KfW, ihre Mitarbeiter direkt.

Während die Mitarbeiter in der JASPERS-Zentrale von der EIB in Luxemburg aus operieren, gibt es noch drei weitere regionale Niederlassungen in Warschau, Wien und Bukarest. Dort befinden sich etwa 70% der ca. 85 Fachkräfte. Dies ermöglicht eine unmittelbare Nähe zu den Begünstigten und eine effizientere Leistungserbringung.

  • Warschau ist für Polen, Estland, Lettland und Litauen zuständig,
  • Wien zeichnet für die Tschechische Republik, Ungarn, die Slowakei, Slowenien und Malta verantwortlich,
  • Bukarest deckt Rumänien und Bulgarien ab.

Ebenso befinden sich einige wenige Fachleute in Luxemburg. Je nach Bedarf können diese auch in einem der Empfängerländer zum Einsatz kommen.

Links

  • JASPERS-Website English
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