Bewertungen, die für die Kommission unternommen wurden

 

Arbeitspaket 5b: Umwelt und Klimawandel

Die Bedeutung der Umweltmaßnahmen zeigt sich an den finanziellen Zuteilungen. Im Zeitraum 2000 bis 2006 vergab der EFRE 21 % seiner Gesamtmittel (25,5 Milliarden Euro) für umweltbezogene Maßnahmen. Weitere 15,8 Milliarden Euro wurden aus dem Kohäsionsfonds für Umweltmaßnahmen bereitgestellt; das ergibt insgesamt 41,3 Milliarden Euro.
Der Schwerpunkt lag auf der Umweltinfrastruktur und den Sanierungsmaßnahmen. Der Kohäsionsfonds und ISPA konzentrierten sich vor allem auf die Umweltinfrastruktur (Wasserversorgung, Abwasserbehandlung und Festmüllentsorgung), was die für diese besondere Kategorie aufgewendeten Mittel auf 30 Milliarden Euro erhöht.
Der EFRE hat einen großen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt in Europa geleistet. Schätzungen zufolge erhielten im Zeitraum 2000 bis 2006 etwa 40 Millionen Menschen Anschluss an Abwasserbehandlungsnetze, das sind 12 % der Bevölkerung Europas. Die Hälfte der Kosten wurden vom EFRE getragen. In anderen Bereichen wurden durch den EFRE weniger Mittel vergeben, doch auch hier sind die Leistungen beeindruckend: 14 Millionen Menschen erhielten eine bessere Wasserversorgung, und die Abfallbewirtschaftungskapazität stieg um mehr als 230 000 m3/Tag. Außerdem wurden fast 1000 nicht genehmigte Mülldeponien geschlossen oder saniert.
Zwar hat sich die Kohäsionspolitik positiv auf die Umwelt ausgewirkt, doch einige Faktoren beeinträchtigten die Effizienz der Maßnahmen:

  • Schwierigkeiten bei der Bestimmung der optimalen Kapazität: Umweltinfrastruktur wird mit Blick auf eine sehr lange Lebensdauer eingerichtet, was Prognosen über den langfristigen Bedarf erschwert. Weitere Unsicherheitsfaktoren sind die Reaktion der Verbraucher auf geänderte Preise, allgemeines Verbrauchsverhalten, technologische Entwicklungen oder Migration.
  • Die Sicherstellung der Betriebs- und Wartungskosten und damit der finanziellen Nachhaltigkeit während der langen Betriebdauer ist komplex. Die Einführung von Nutzungsgebühren (Prinzip „Verschmutzer oder Benutzer zahlen“) ist erforderlich, um die Umweltbelastung zu begrenzen und Einkommen für Umweltdienstleistungen zu erzielen. Diese Gebühren müssen bezahlbar bleiben, weil ansonsten die Bevölkerung die Dienste nicht nutzen wird. In den ärmsten Regionen könnten die Betriebskosten höher sein als der Betrag, den sich die Nutzer leisten können.

Die Umweltinfrastruktur hat keine kurzfristigen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung einer Region, abgesehen von den zeitlich befristeten Bauarbeiten. Doch können Umweltmaßnahmen die Wirtschaftstätigkeit anregen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind:

  • Es gibt genügend institutionelle Kapazität, um integrierte Strategien und eine ausreichende Anzahl hochwertiger Projekte zu entwickeln. Die Strategien beinhalten auch Programmentwicklung und -überwachung.
  • Die Maßnahmen sollen den Besonderheiten der Region entsprechend gestaltet werden. Sid sollen den Bedürfnissen gerecht werden und Vorteile für die Zukunft bringen. Dabei geht es eher darum, die wirtschaftlichen Maßnahmen in die gesamte Entwicklungsstrategie einzubeziehen und Synergien zu nutzen, anstatt die Umweltmaßnahmen selbst zu formulieren.

Berichten

  • Abschlussbericht : Teil 1 pdf en - Teil 2 pdf en
    • Zussamenfassung pdf de en fr
  • Ausschreibung pdf en
  • Einführender Bericht pdf en
  • Erster Zwischenbericht: Konzeptionelle Grundlage und Fallstudienmethodik pdf en
  • Zweiter Zwischenbericht: Charakteristiken der Umweltstrategien der Mitgliedstaaten und wichtigste Einflüsse und Ergebnisse der Programme pdf en

 

 

 

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