Ex-post-Bewertung des EFRE Ziel 1 und 2 (2000–2006)

 

Arbeitspaket 11: Verwaltung und Durchführung

Zweck der Evaluierung:

  • EU-10: Bewertung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Verwaltungs- und Durchführungssysteme sowie der Auswirkungen auf die allgemeine institutionelle und Verwaltungskultur in diesen Ländern.  
  • EU-15: Bewertung des Mehrwerts der Verwaltung und Durchführung der Kohäsionspolitik im Vergleich zu nationalen und regionalen Systemen.
  • Ferner ist zu überprüfen, in welchem Ausmaß die Verwaltung und Durchführung die Einbeziehung nachhaltiger Entwicklung in die Programme der Kohäsionspolitik EU-weit unterstützen.

Mit dem elften Arbeitspaket wird die Qualität der Systeme für Verwaltung und Durchführung der Kohäsionspolitik EU-weit geprüft, mit besonderem Schwerpunkt auf den EU-10-Ländern.  Untersucht wurde Folgendes: Programmgestaltung, Finanzmanagement, Ausarbeitung, Beurteilung und Auswahl der Projekte, Monitoring, Berichterstattung, Bewertung und Partnerschaft.
Wichtigste Ergebnisse:

  • Die EU-10 haben erfolgreich Verwaltungs- und Durchführungssysteme eingerichtet, um die verfügbaren EU-Finanzmittel einzuziehen und die Vorschriften zu beachten.  Die Kombination aus anspruchsvollen Vorschriften einerseits und dem Mangel an institutionellen Kapazitäten andererseits führten jedoch dazu, dass die Systeme auf Kosten der strategischen Ausrichtung unnötig kompliziert und starr wurden  und verbessert werden müssen.  
  • In den EU-15-Ländern sind die Verwaltungs- und Durchführungssysteme für die Kohäsionspolitik effizient, jedoch nicht besonders auf Leistung ausgerichtet.  Die Einhaltung der Vorschriften und des Auszahlungsrhythmus bestimmt die Programmverwaltung.  Die Systeme haben sich positiv auf die Verwaltungsmethoden der einzelnen Länder ausgewirkt,   besonders dort, wo dynamische „Unternehmerpersönlichkeiten“ die Politik umsetzten und wo die Kohäsionspolitik gegenüber den nationalen Maßnahmen besonders hoch angesehen war.  
  • Verwaltungs- und Durchführungssysteme der Kohäsionspolitik können eine nachhaltige Entwicklung fördern.  Neben der Einbeziehung umweltpolitischer Aspekte wird zunehmend auch die nachhaltige Entwicklung berücksichtigt.  In einigen Mitgliedstaaten werden bereits entsprechende Verfahren angewendet.  

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Die Verwaltung der Kohäsionspolitik ist nicht wirksam genug.   Zwischen der Einhaltung der Vorschriften und der Leistung muss ein Gleichgewicht hergestellt werden, ohne die strategischen Ziele aus den Augen zu verlieren.  
  • Die Verbesserung von Verwaltung und Durchführung der Kohäsionspolitik ist nicht nur eine Frage der Erfahrung mit diesem politischen Instrument, sondern hängt auch von der Qualität der öffentlichen Verwaltung auf nationaler und regionaler Ebene in den Mitgliedstaaten ab.  
  • Bessere Regierungsführung, Investitionen in institutionelle Kapazitäten, Schaffung einer „Lernkultur“ in den Verwaltungen und mehr Führungskraft in der Kohäsionspolitik sollten zur Verbesserung von Qualität und Leistungsorientierung bei der Verwaltung und Durchführung der Kohäsionspolitik beitragen.   
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    • Fallstudien und Vergleichender Bericht zur nachhaltigen Entwicklung zip en

 

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