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Pompeji mit EU-Mitteln retten

(06/02/2013)

Pompeji mit EU-Mitteln retten

Der für Regionalpolitik zuständige Kommissar Johannes Hahn hat Maßnahmen zur Rettung des UNESCO-Weltkulturerbes Pompeji in der italienischen Region Kampanien in die Wege geleitet. Das mit 41,8 Millionen EUR aus dem Europäischen Regionalfonds (EFRE) geförderte Projekt (Gesamtsumme: 105 Millionen EUR) könnte zu einem Vorbild für das übrige Italien und die Region Kampanien werden.

Zur Erhaltung der Ruinen der in den letzen Jahren schwer beschädigten archäologischen Stätte werden hochentwickelte, modernste Verfahren angewendet. Außerdem werden eine Reihe von Maßnahmen angewendet, um das Projekt vor dem Einfluss der organisierten Kriminalität – der Camorra – zu schützen, die in vielen Teilen der Region ihr Unwesen treibt. In enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission haben die italienischen Behörden eigens einen „prefetto“ aus dem italienischen Innenministerium eingesetzt, der von Anfang bis Ende Sicherheitsaspekte und rechtliche Gesichtspunkte des Projekts kontrollieren soll. Derzeit kommen jedes Jahr rund 2,3 Millionen Besucher nach Pompeji. Es wird erwartet, dass mit der Restaurierung der archäologischen Stätte die jährliche Besucherzahl bis 2017 um mindestens 300 000 steigen wird. Die Region wird durch Zunahme der Beschäftigung und der wirtschaftlichen Aktivitäten direkt und indirekt sehr stark davon profitieren.

Ziele des Pompeji-Projekts:

  • Konsolidierung der Strukturen der archäologischen Stätte, beginnend mit den auf der archäologischen Gefahrenkarte als stark gefährdet eingestuften Bereichen
  • Bau eines Kanalisations- und Entwässerungssystems in dem in Staatseigentum befindlichen nicht ausgegrabenen Bereich über den antiken Gebäuden
  • Durchführung der Konsolidierungs-, Restaurierungs- und Verstärkungsarbeiten entsprechend der Methode der planmäßigen Erhaltung
  • bessere Schulung der vor Ort tätigen Mitarbeiter der SANP (Soprintendenza di Archaeologica Napoli e Pompei), der Aufsichtsbehörde für das archäologische Erbe von Neapel und Pompeji

MEMO/13/68

EbS

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