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Projekt der Woche: Beseitigung von Hindernissen für Langzeitarbeitslose in Nordpolen

(15/03/2013)

Projekt der Woche: Beseitigung von Hindernissen für Langzeitarbeitslose in Nordpolen

Menschen, die älter als 45, bereits länger arbeitslos, behindert sind oder gesundheitliche Probleme haben, sehen sich bei der Arbeitsplatzsuche zahlreichen Schwierigkeiten gegenüber. Das Projekt „Individual Employment Paths“ in Elblag in der Woiwodschaft Ermland-Masuren bietet diesen Menschen die Unterstützung, die sie benötigen, um diese Hindernisse zu überwinden und sichere Arbeitsplätze zu finden. Dieses innovative Modell wurde zuerst in Finnland entwickelt und von Elblags Behindertenbeirat (Erkon), der mit Menschen daran arbeitet, ihre individuellen psychologischen, sozialen und gesundheitlichen Probleme zu lösen, nach Polen geholt.

32 Projektteilnehmer (27 Frauen und 5 Männer), alles Langzeitarbeitslose, haben mit dem neuen Modell eine umfassende Diagnose erhalten. Damit wurde für 28 davon ein neuer „persönlicher Entwicklungsplan“ erstellt, einschließlich Ausbildung, Unterstützung durch einen Psychologen und einen Bewerbungstrainer. Fast 80 % dieser Teilnehmer haben einen Arbeitsplatz gefunden. Im Vergleich: Nur 30 % finden durch normale Arbeitsloseneinrichtungen eine Beschäftigung. Dank des Bewerbungstrainers hatten neun von zehn der neu eingestellten Leistungsempfänger ihren Arbeitsplatz auch noch 15 Monate später, da diese die Kommunikation verbesserten und Probleme lösten, die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auftraten.

Der Schlüssel zum Erfolg ist die Zusammenarbeit mit lokalen Arbeitgebern. 60 % der am Projekt beteiligten Arbeitgeber erklärten, sie hätten ihre Haltung gegenüber der Beschäftigung Älterer geändert.

Dieses Projekt, das von der EU mit 393 700 EUR finanziert wurde, trägt eindeutig zu den Zielen Wirtschaftswachstum und Beschäftigung der EU-Kohäsionspolitik bei, indem es den Menschen hilft, aktiv zu werden. Das Modell wurde in Polen bereits auf regionaler und nationaler Ebene ausgeweitet. Da es extrem effizient und relativ kostengünstig umzusetzen ist und außerdem die Arbeitsgesetzgebung kaum geändert werden muss, könnte es auch in anderen EU-Mitgliedstaaten und bei anderen Personengruppen, die Unterstützung am Arbeitsmarkt benötigen, eingesetzt werden.

 

Das Beschäftigungsmodell „Individual Employment Paths“ wurde bei den RegioStars2013 inder Kategorie „Integratives Wachstum“ ausgezeichnet.

 

Eliza Popławska-Jodko, Projektkoordinatorin bei ERKON, sagt über das Projekt:

 

„Der wichtigste Beitrag des Projekts ist die Schaffung eines Beschäftigungsmodells, das die Lebensqualität für Langzeitarbeitslose, darunter auch Behinderte, langfristig verbessert.“

 

Henryk Chudziński, 61, Schulhausmeister in Elblag, war vier Jahre lang arbeitslos und hat von dem Projekt profitiert:

„Mir geht es sehr gut. Mein Leben ist erfüllt. Die neue Arbeit ist für mich eine Herausforderung. Ich bin mit meinem Arbeitsplatz zufrieden.“

 

 

Projektwebsite

Porträt

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