Navigation path

Additional tools

Inforegio-Newsroom

Projekt der Woche: „TROLLEY“ – Sieben Städte fördern Trolleybusse als Lösung für intelligente städtische Mobilität in Europa

(21/09/2012)

Projekt der Woche: „TROLLEY“ – Sieben Städte fördern Trolleybusse als Lösung für intelligente städtische Mobilität in Europa

Projekt der Woche: TROLLEY – Sieben Städte fördern Trolleybusse als Lösung für intelligente städtische Mobilität in Europa

Heute ist der Tag der europäischen Zusammenarbeit. Eines von vielen Projekten im Bereich der EU-unterstützten territorialen Zusammenarbeit ist das mitteleuropäische Projekt TROLLEY, ein Konsortium aus sieben europäischen Städten: Salzburg in Österreich, Gdynia in Polen, Leipzig und Eberswalde in Deutschland, Brno in der Tschechischen Republik, Szeged in Ungarn und Parma in Italien.

 

Worum geht es?

 

DasTROLLEY“-Projekt wird von der EU mit Mitteln in Höhe von 3,3 Mio. Euro für den Zeitraum 2007-2013 finanziert. Hiermit werden 25 % aller Trolleybusse sowie 30 % aller Trolleybus-Linien abgedeckt, die momentan in Mitteleuropa betrieben werden.

Das Projekt verfolgt zwei Hauptziele: Erstens die Bekanntmachung des Trolleybus-Systems bei den 1,5 Mio. Einwohnern der Projekt-Partnerstädte und auch bei allen europäischen Städten als nachhaltige, sichere und wirtschaftliche Lösung für den städtischen Transport. Das zweite Ziel des Projekts ist, in innovative Technologien zu investieren, um die vorhandenen Trolleybus-Systeme der Projektpartnerstädte zu modernisieren und dadurch Energie zu sparen und die von den Trolleybussen generierte Energie effizienter zu nutzen.

 

Ergebnisse

 

Durch das Wiederaufkommen des Trolleybusses, begleitet von einer europaweiten Promotionskampagne, haben die Städte Verona (Italien) und Leeds (Vereinigtes Königreich) entschieden, ein Trolleybus-Transportsystem einzuführen. Die deutschen Städte Osnabrück und Bremerhaven denken ernsthaft darüber nach.

Im Hinblick auf Energieeinsparungen und -effizienz sind die Vorteile des Einsatzes von Trolleybus-Systemen offensichtlich: 25 % der Energie kann von Trolleybussen durch Rückgewinnung eingespart werden. Mit der Einführung neuer Systeme zur Energiespeicherung, wie Super-Kondensatorenin Parma, können Trolleybusse mit ihrer eigenen rückgewonnenen Energie fahren und versorgen sich daher selbst. In der Stadt Eberswalde können potenziell 97 % der CO2-Emissionen durch den Einsatz von Europas erstem Oberleitungshybridbus anstatt der konventionellen Dieselbusse reduziert werden.

Und schließlich trägt das TROLLEY-Projekt zu der Erkenntnis in ganz Europa bei, dass Trolleybusse eine netzunabhängige, zukunftsorientierte und moderne Lösung für das öffentliche Transportsystem sind.

 

Dr. Heinz Schaden, Bürgermeister der Stadt Salzburg, sagt über das Projekt:

 

In Salzburg wird das Trolleybus-Transportsystem nur durch Energie aus Wasserkraft betrieben. Damit wird den Bürgern die umweltfreundlichste Lösung für den öffentlichen Personenverkehr geboten. In den letzten Jahren hat die Stadt Salzburg viel in dieses bürger- und städtefreundliche System investiert, besonders im Rahmen des von der EU kofinanzierten TROLLEY-Projekts, um die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Die Maßnahmen, die in Kooperation mit sechs anderen europäischen Städten ergriffen wurden, um für Trolleybusse zu werben, tragen viel dazu bei, dieses Transportmittel in ganz Europa bekannter zu machen.

 

Weitere Informationen

- Website des Projekts

-Programm Mitteleuropa (Central Europe Programme) (EU-finanziertes Kooperationsprogramm für Mitteleuropa)

- Salzburg AG (Federführender Projektpartner)

- Rupprecht Consult (Projektumsetzung)

- Universität Gdansk (Projekt-Forschungspartner)

- trolley:motion (Projekt-Kommunikationspartner)

 

EU-Regionalpolitik: Bleiben Sie informiert