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Studie zu regionalen Unterschieden in der Regierungsqualität innerhalb der EU

(16/07/2012)

Studie zu regionalen Unterschieden in der Regierungsqualität innerhalb der EU

In diesem Arbeitspapier werden neue Daten zur „Regierungsqualität“ (QoG) auf nationaler und regionaler Ebene in den 27 EU-Mitgliedstaaten vorgelegt. Regierungsqualität ist hier im Sinne von wenig Korruption, hohem Schutz rechtsstaatlicher Grundsätze sowie hoher Effektivität und Verantwortlichkeit der Regierung zu verstehen. Zunächst bewertet das Papier im Hinblick auf die EU-Mitgliedstaaten die für die nationale Ebene vorhandenen Daten zur Regierungsqualität. Dabei zeigen sich drei sehr unterschiedliche Gruppen von Staaten, nämlich Staaten mit hoher, mittlerer und niedriger Regierungsqualität. Dann präsentiert das Papier auf der Grundlage einer Umfrage in 18 Ländern unter 34 000 Bürgern originäre Daten unterhalb der nationalen Ebene für 172 EU-Regionen. Anschließend werden die beiden Messgrößen zu einem „EU QoG Index“ (EQI) zusammengeführt, der erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen offenbart: Während gut abschneidende Regionen in Italien und Spanien (z. B. Bozen und das Baskenland) unter den besten Regionen in der EU rangieren, liegen andere Regionen in denselben Ländern unter dem EU-Durchschnitt.

Außerdem werden in dem Papier anhand der neuen Daten fünf vorhandene Grundhypothesen zu der Frage, weshalb die einen Gemeinwesen eine höhere Regierungsqualität als die anderen haben, überprüft. Dabei zeigt sich, dass der EQI stark mit regionalen Indikatoren für die sozioökonomische Entwicklung und dem Grad des sozialen Vertrauens korreliert, aber statistisch nicht mit Variablen wie Einwohnerzahl oder Größe des Gebiets in Beziehung steht. Nicht zuletzt zeigen die Daten, dass politische Dezentralisierung nicht immer größere Unterschiede in der Regierungsqualität innerhalb des Landes und auch nicht in jedem Fall eine höhere Regierungsqualität bedeutet.

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