Bahnstreckensanierung mindert Engpässe auf deutscher Hauptstrecke

Zwischen den deutschen Städten Hamburg und Hannover wird ein Streckenstück modernisiert. Dadurch sollen Engpässe abgebaut und der Service im Güter- und Personenverkehr verbessert werden. Das Programm trägt dazu bei, den wachsenden Bedarf und den prognostizierten Anstieg des Verkehrsaufkommens auf der Strecke zu bewältigen.

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Der 24,9 km lange zweigleisige Schienenabschnitt liegt zwischen Stelle und Lüneburg. Mit diesem Projekt erfährt die Strecke eine großangelegte Modernisierung. Dazu gehört der Bau eines dritten Gleises, das für Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h ausgelegt ist. Dadurch lassen sich Züge mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten getrennt führen und Engpässe abbauen, die in den letzten Jahren vermehrt auf der Strecke entstanden sind.

Das zusätzliche Gleis sowie die Installation einer modernen Infrastruktur (Steuerungs- und Sicherheitstechnik, Oberleitungen und Telekommunikationseinrichtungen) tragen dazu bei, dass der Zugverkehr besser fließen kann und die Fahrzeiten reduziert werden.

Wachsender Bedarf

Die Bahn ist eine wichtige Verbindung zur Metropolregion Hamburg und zum Seehafen der Stadt. Das Güteraufkommen an Deutschlands größtem Hafen wächst stetig an. Darüber hinaus möchte das Land Niedersachsen die Frequenz des Personenverkehrs auf der Strecke erhöhen. Das Programm geht diese Problemstellungen an, indem es den Bahngesellschaften den Einsatz weiterer Züge erleichtert.

Es wird erwartet, dass sich die Verbesserung des Verkehrsflusses auf der Schiene positiv auf die gesamte Strecke Hamburg-Hannover auswirkt. Durch die Modernisierung soll die Schiene für Spediteure eine effizientere, wirtschaftlichere und gefahrlosere Alternative zur Straße werden.

Gesamtinvestition und EU-Mittel

Die Gesamtkosten des Projekts „Ausbau der Schienenstrecke Stelle-Lüneburg“ betragen EUR 236 502 458, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit EUR 107 000 000 für den Programmzeitraum von 2007 bis 2013 beteiligt. Das Projekt wird unter der Prioritätsachse „Bundesschienenwege“ des operationellen Programms „Verkehr“ gefördert.

Datum des Entwurfs

15/10/2013