Das Bahnprojekt sorgt für schnellere und effizientere Verbindungen

Mit dem dritten Bauabschnitt der Ausbaustrecke zwischen Leipzig und Dresden sollen die Bahnverbindungen verbessert, die Kapazitäten des Personen- und Güterverkehrs erweitert und die Zuggeschwindigkeiten erhöht werden. Sowohl die in der Region lebenden 1,1 Mio. Menschen als auch Fernreisende sollen von diesem Ausbau profitieren.

 Weitere Extras

 

Die für dieses Vorhaben geplanten Bauarbeiten sind Teil des groß angelegten Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 9 (VDE 9) im Zuge des weiteren Ausbaus des transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes (TEN-T). Durch das Gesamtprojekt VDE Nr. 9 wird die Zuggeschwindigkeit auf der Strecke Leipzig-Dresden auf 200 km pro Stunde erhöht und die Reisezeit von 90 auf 45 Minuten verkürzt. Mit dem VDE Nr. 9 werden Nah- und Fernverkehr getrennt, so dass die Verbindungen zwischen wichtigen Zentren auf der Strecke verbessert werden. Durch Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene erwartet man zudem im Rahmen des Projekts eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um bis zu 43 900 Tonnen pro Jahr.
Das Reisen im Nahverkehr wird einfacher, und durch das VDE Nr. 9 werden auch die Fernverbindungen u. a. nach Karlsruhe, Stuttgart, Nürnberg verbessert. Bessere Verbindungen wird es auch nach Polen und in die tschechische Republik geben.

Bisherige und künftige Projekte

Im ersten Bauabschnitt des VDE Nr. 9 wurde die Bahnstrecke zwischen Leipzig und Riesa ausgebaut, die 2003 in Betrieb ging. Bauabschnitt zwei umfasste die Erweiterung der Strecke Marienbrücke - Dresden Hauptbahnhof, die 2006 fertiggestellt wurde. Ein Großteil der Arbeiten des dritten Bauabschnitts zwischen Riesa und Dresden-Neustadt sind bereits abgeschlossen, einschließlich einer Reihe von Streckenerneuerungen, Erweiterungen und damit verbundener Arbeiten.
Als Teil des dritten Bauabschnitts sind außerdem folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Bau der Verbindungskurve Weißig-Böhla
  • Ausbau der Strecke von Coswig nach Dresden-Neustadt, in der ersten Stufe von Radebeul West nach Radebeul Ost
  • weitere Umbaumaßnahmen des Bahnhofs Dresden-Neustadt.

Die Arbeiten an der Verbindungskurve umfassen den Bau von zwei Bahnsteigen, sowie Aufgänge und Fußgängerbrücken plus erforderlicher Drainage. Oberleitungen müssen errichtet oder verstärkt werden. Zusätzlich müssen mehrere Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen sowie verschiedene Strom- und Kommunikationsleitungen ausgetauscht werden. Eine Reihe von Brücken werden auf der Strecke gebaut oder verstärkt.
Im Abschnitt Radebeul West-Radebeul Ost werden alte Installationen erneuert, die Gleise saniert und die Bahnsteige erweitert. Die Planung für den Bahnhof Dresden-Neustadt sieht Arbeiten an den Gleisen 3/4, 5/6 und 7/8, die Gleiserneuerung und Instandsetzung der Gleistragwerke vor, um die Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion zu erhöhen.
In diesem dritten Bauabschnitt entstehen während der Umsetzung 82 Arbeitsplätze, und weitere 82 Stellen sollten für die Nutzung geschaffen werden.

Gesamtkosten und EU-Finanzmittel

Die förderfähigen Gesamtkosten des Projekts „VDE Nr. 9, ABS Leipzig-Dresden, Teilnahme an der dritten Baustufe“ betragen EUR 87 480 000, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit EUR 50 000 000 für den Programmzeitraum von 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

01/01/2007