Neuer Abschnitt der Autobahn A 71 schließt Lücke im transeuropäischen Verkehrsnetz

Die nördliche Erweiterung der Autobahn A 71 stellt eine Anbindung an die bestehende Ost-West-Verbindung der A 38 her, wodurch Städte wie Erfurt, Weimar und Halle (Saale) leichter erreichbar werden.

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Dank des neuen Straßenabschnitts sind mittelgroße Städte in Nordthüringen und im Süden Sachsen-Anhalts besser an Erfuhrt, die Hauptstadt Thüringens, angebunden. Darüber hinaus verkürzt die Verbindung zur A 38 die Reisezeit für Pendler in wichtige Wirtschaftszentren wie Halle (Saale) und Leipzig, das auch bei Touristen sehr beliebt und Veranstaltungsort großer Messen, wie der Leipziger Buchmesse, ist.

Der neue Autobahnabschnitt ist vierspurig und hat eine Gesamtlänge von 23,4 km. Er ergänzt bereits gebaute Autobahnen, mit denen nach der Wiedervereinigung eine Verbindung zwischen der Infrastruktur von Ost- und Westdeutschland hergestellt wurde. Des Weiteren schließt der Straßenabschnitt eine Lücke im transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V), zu dem sowohl die A 71 als auch die A 38 gehören. Dadurch werden Thüringen und das südliche Sachsen-Anhalt besser in das Netzwerk interregionaler Verkehrsachsen integriert.

Vorteile für Reisende und Anwohner

Pendler kommen in den Genuss niedrigerer Kosten aufgrund der kürzeren Strecken, durch die sich wiederum die Reisezeiten verkürzt. Insbesondere der Bau der nördlichen Erweiterung des A 71 reduziert den lokalen Durchgangsverkehr, sodass sich die Reisegeschwindigkeit erhöht und weniger Staus entstehen.

Der Bau der zusätzlichen Nord-West-Verbindung verringert auch das Verkehrsaufkommen auf bestehenden Straßen in Nord-Süd-Richtung, die häufig durch kleine Städte und Dörfer verlaufen. Für die Anwohner reduzieren sich so der Geräuschpegel und die Luftverschmutzung und der Verkehr wird sicherer.

Es wird davon ausgegangen, dass das Projekt während der Bauphase 219 neue Arbeitsplätze schafft. Nach dem Abschluss werden schätzungsweise 77 neue unbefristete Arbeitsplätze entstehen.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtkosten des Projekts „Neubau von Abschnitten der Autobahn A 71 zwischen der Anschlussstelle Erfurt (A 4) und dem Autobahndreieck Südharz (A 38)“ belaufen sich auf 213 550 000 EUR, wozu der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 119 600 000 EUR durch das operationelle Programm „Verkehrsinfrastruktur der Bundesrepublik Deutschland“ für den Programmzeitraum 2007–2013 unter der Priorität „Bundesfernstraßen“ beiträgt.


Datum des Entwurfs

14/08/2014