Neues Ölwerk unterstützt die Wirtschaft und schützt die Umwelt

Ein Projekt zum Bau eines hochmodernen Werks zur Produktion hochwertiger Pflanzenöle für verschiedene Anwendungen, einschließlich als Biokraftstoff, wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Das Unternehmen Bio-Ölwerk Magdeburg GmbH betreibt bereits zwei Öl- und Biokraftstoffwerke. Durch die Investitionen in das „Werk III“ kann die Produktion ausgeweitet werden. Dadurch kann das Unternehmen sein Produktportfolio erweitern und Arbeitsplätze in einer unterentwickelten Region sichern.

 Weitere Extras

 

In dem dritten Werk am Bio-Ölwerk-Standort Rothensee wird Rapssaat zu Pflanzenöl und „Rapsschrot“ verarbeitet. Letzteres ist ein Nebenprodukt, das als Viehfutter verwendet werden kann. Das neue Werk wird jährlich 280 000 Tonnen Pflanzenöl aus 560 000 Tonnen Rapssaat produzieren können.

Diese neue Infrastruktur wird es dem Unternehmen ermöglichen, das gepresste Öl zu Pflanzenöl zum Kochen weiterzuverarbeiten oder es als Ausgangsprodukt für Bio-Diesel oder zur Herstellung von reinem Pflanzenkraftstoff zu nutzen. Rapskuchen wird aus dem gewonnen, was nach der Pressung übrig bleibt, und ist als Viehfutter sehr gefragt. Bei der Produktion von Biodiesel wird das Bio-Ölwerk durch das neue Werk unabhängiger von Pflanzenöllieferanten.

Das Projekt verspricht, die lokale Wirtschaft zu beleben. Durch die Investition werden nicht nur 30 dauerhafte Arbeitsplätze und vier Lehrstellen geschaffen, sondern auch schätzungsweise weitere 746 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) gesichert. Ganz allgemein wird das Werk die industrielle Produktion der Region an einem Ort steigern, der gut mit Deutschlands Wasserwegen und Straßennetz verbunden ist. Es wird außerdem dazu beitragen, die wachsende Nachfrage nach Kraftstoffen aus erneuerbaren Rohstoffen zu befriedigen und indirekt helfen, Deutschlands Kohlendioxidausstoß zu verringern.

Der Beitrag des EFRE wurde aufgrund mangelnder nationaler und privater Geldmittel für das Programm als notwendig erachtet.


Ein modernes, effizientes Werk


Die Arbeit an Werk III umfasst unter anderem Folgendes:

  • Bau von sechs Saatgutsilos, jeweils mit einem Fassungsvermögen von 5 600 m3

  • Bau von drei Schrotsilos, jeweils mit einem Fassungsvermögen von 4 600 m3,

  • Bau eines dreifachen Trichters zur Aufnahme von Saatgut und zum Verladen von Schrot,

  • Bau einer Produktionshalle für die Anlagen zur Vorpressung, Wasserentschleimung, zum Bleichen und Desodorieren, einschließlich Werkstätten und Ersatzteillagern und

  • Bau einer Produktionshalle für den Extraktionsprozess, Errichtung von vier Lösungsmitteltanks und einem Kühlturm.

Darüber hinaus werden Reinigungs- und Filtersysteme für die Abgasbehandlung installiert. Eine Halle zur Aufnahme des Saatguts und eine Verarbeitungsanlage mit einem Schaltraum, Büro und einer Raffinationsstation wird ebenfalls gebaut.

Ein Großteil der für das neue Werk benötigten Rapssaat kann in der Börde, einem landwirtschaftlichen Anbaugebiet nahe Magdeburg, angebaut werden. Mit Großhändlern und Bauern wurden bereits Optionsvereinbarungen für die Lieferung der Rohstoffe geschlossen.

Finanzierung und EU-Finanzmittel


Die förderfähigen Gesamtkosten des Projekts „Bio-Ölwerk Magdeburg GmbH“ betragen 9 410 600 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 7 015 569 EUR für den Programmzeitraum von 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

23/01/2013