Neue Schleuse verbessert den Zugang zu den Binnenhäfen

Durch den Bau einer neuen Niedrigwasserschleuse an einem wichtigen Kanalnetz in der Nähe von Magdeburg können künftig das ganze Jahr über Ladetätigkeiten durchgeführt werden. Das spart auch Kosten und entlastet die Umwelt.

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Die Schleuse befindet sich am Rothenseer Verbindungskanal, der einen Teil der wichtigsten Binnenwasserstraße zwischen der Elbe (die Hamburg, Dresden und die Tschechische Republik miteinander verbindet) und dem Mittellandkanal (der die Niederlande, Berlin und Polen miteinander verbindet) darstellt. Dieser Abschnitt des Kanals ist auch ein unverzichtbarer Teil des transeuropäischen Binnenschifffahrtsnetzes.

Die Arbeiten umfassen den Bau einer 215 Meter langen Schleuse, zusammen mit der benötigten Spundwand (Länge: 452 Meter), einem Pumpwerk und den oberen und unteren Anlegestellen (mit einer Länge von jeweils 508 m).

Umfassende Verbesserungen

Diese Neubaumaßnahmen verbessern nicht nur die Verbindungen zwischen den Kanälen in der Region, sondern stellen den Schiffsverkehr auch dann sicher, wenn der Wasserstand der Elbe niedrig ist. Dadurch können an den Magdeburger Häfen das ganze Jahr über Güter be- und entladen werden. Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird die Schleuse auch größeren Schiffen mit höherer Nutzlast die Fahrt ermöglichen als bisher.

Da größere Schiffe eingesetzt werden können, lässt sich auch die Zahl der Schiffe reduzieren. Wenn eine geringere Zahl von Schiffen die regionalen Hafenanlagen und Kanalnetze nutzt, führt dies zu kürzeren Fahr- und Umschlagszeiten. Bis zum Jahr 2025 werden durch diese Veränderungen Einsparungen bei den Betriebs- und Verwaltungskosten von schätzungsweise 5 566 000 EUR realisiert.

Außerdem werden sich durch die Veränderungen bei der Schiffsgröße auch die Abgasemissionen verringern, wodurch pro Jahr ca. 2 150 Tonnen CO2 eingespart werden können.

Während der Durchführung des Projekts werden ca. 70 Arbeitsplätze geschaffen.

Finanzierung und EU-Finanzmittel

Das Haushaltsplanvolumen für das Projekt „Neubau der Niedrigwasserschleuse Magdeburg“ umfasst insgesamt 42 019 739 EUR, wovon der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 27 312 830 EUR für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 übernimmt.

Datum des Entwurfs

25/06/2012