Streckensanierung verbessert die Verbindung zwischen Berlin und der Ostsee

Maßnahmen zur Sanierung und zum Umbau eines Teils der Schienenstrecke zwischen Berlin und der Hafenstadt Rostock verkürzen die Fahrzeiten, erhöhen die Kapazitäten und tragen zu mehr Sicherheit bei. Von den Verbesserungen werden die an der Schienenstrecke gelegenen Ortschaften genauso profitieren wie die Langstreckenreisenden und die Gütertransporteure.

 Weitere Extras

 

Mit diesem speziellen Projekt wird ein 28 km langes Streckenstück zwischen Neustrelitz–Kratzeburg und Dannenwalde–Fürstenberg saniert. Die Arbeiten umfassen den Austausch der Schienen, die Modernisierung der Steuerungs- und Sicherheitstechnik, die Verbesserung der Oberleitungskonstruktion und die Integration der elektronischen Stellwerkstechnik.

Wenn das Projekt abgeschlossen ist, sind an dieser Eisenbahnlinie im Personenverkehr Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h möglich. Dies verkürzt die Reisezeiten auf der Strecke. Außerdem ermöglicht die Sanierung eine Erhöhung der Radsatzlast von 22,5 auf 25 Tonnen.

Vorteile für die Region

Das Projekt erleichtert nicht nur den Zugang zur überregionalen Strecke zwischen Berlin und Rostock, sondern es verbessert auch den Anschluss an den regionalen Schienenverkehr für mittelgroße Städte wie Neustrelitz und Oranienburg. Die modernisierte Strecke stellt ferner eine effiziente Infrastruktur dar, die den prognostizierten Anstieg des Verkehrsvolumens bewältigen wird. Außerdem verbessert das Projekt die Verbindungen in das Hinterland der Ostseeküste.

Das Projekt kommt auch internationalen Reisenden zugute, denn diese Strecke bildet einen wichtigen Teil des von der EU unterstützten transeuropäischen Verkehrsnetzes (des so genannten TEN-T-Programms), das Berlin und Messina über Leipzig/Halle – Erfurt – Nürnberg – München – Verona – Bologna – Neapel miteinander verbindet. TEN-T verfolgt das Ziel, die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern, um Fahrgäste und Güter schneller und effizienter zwischen den Mitgliedstaaten befördern zu können.

Durch das Programm werden voraussichtlich 218 Arbeitsplätze während der Umsetzungs- und weitere 14 während der Nutzungsphase geschaffen.

Finanzierung und EU-Finanzmittel

Das Haushaltsplanvolumen für das Projekt „Maßnahme Netz 21, Korridor 101, Streckenertüchtigung Rostock -Berlin, Modul 1 (Abschnitte PA 4S2.1, PA5S1.1, PA 4E1.2 und PA 5E1.1)“ umfasst insgesamt 60 823 903 EUR, wovon der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 21 000 000 EUR für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 übernimmt.

Datum des Entwurfs

25/06/2012