TTC: Grenzüberschreitende Kontaktpflege zur Steigerung der Innovation in KMU

Ein Clusterprojekt, das in der Grenzregion von Deutschland, Belgien und den Niederlanden aktiv ist, hilft Unternehmen in der Hightechbranche, neue Produkte zu entwickeln und schließlich auf den Markt zu bringen.

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Los geht's: eine TTC-Kontaktpflegeveranstaltung. Los geht's: eine TTC-Kontaktpflegeveranstaltung.

" Das TTC-Projekt sowie der damit verbundene grenzüberschreitende Clusterstimulus GCS sind erfolgreiche Pilotprojekte zur Förderung von KMU-basierter Innovation über Grenzen hinweg: niedrigschwellig, praktisch und eng an die Bedürfnisse der Unternehmen geknüpft. Die OECD in Paris hat unsere Arbeit als Vorbild für die Zusammenarbeit in ‚funktionalen‘ grenzüberschreitenden Regionen bewertet. "

Ralf P. Meyer, Projektleiter

Das Clusterprojekt „Towards Top Technology“ hat das Ziel, die Wirtschaft in der Euregio Maas-Rhein, die sich über den gesamten Städtekorridor zwischen Aachen, Hasselt, Maastricht und Lüttich erstreckt und auch Eindhoven, Löwen und den deutschsprachigen Teil Belgiens mit einschließt, anzukurbeln.

Kleine und mittlere Unternehmen in den Bereichen Biowissenschaften, Informations- und Kommunikationstechnologie, Energie und innovative Materialien haben das Projekt, das teilnehmenden Firmen die Möglichkeit gibt, Wissen, Forschungsergebnisse und vorbildliche Vorgehensweisen in ihrem jeweiligen Fachgebiet, auszutauschen, bereits genutzt. Dazu wurden bisher 52 Networking- und clusterübergreifende Veranstaltungen mit 2 800 Teilnehmern organisiert. Hauptschwerpunkt des Projekts ist die industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung.

Die Entwicklung neuer Technologien unterstützen

Im Rahmen des Projekts werden die teilnehmenden Unternehmen von einem Business-Support-Manager, der den Unternehmen hilft, ihre Ziele zu erreichen, indem er sie zu Fragen berät, wie der, wie man den/die geeignetsten Partner findet oder wie man Zugang zu öffentlichen Mitteln für Forschung und Entwicklung erhält.

Die teilnehmenden Unternehmen werden mit einem Innovationsscheck über 5 000 EUR, der für die erste Forschungs- und Entwicklungsarbeit genutzt werden kann, finanziell unterstützt. In einer späteren Phase der Produktentwicklung können sich die Unternehmen auch entschließen, einen nicht zurückzahlbaren grenzüberschreitenden Innovationszuschuss in Höhe von 100 000 bis 250 000 EUR zu beantragen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass eine Finanzierung in gleicher Höhe zur Verfügung ist.

Insgesamt gehen im Verlauf des Projekts 35 Innovationsschecks an Unternehmen. An dem Projekt hat sich eine Vielzahl verschiedener Technologieunternehmen beteiligt, wodurch neue Produkte wie eine neue Saugreinigungslösung für Industrieteile auf den Markt gebracht und eine neue Möglichkeit, mitwachsende Herzklappen aus den eigenen Zellen der Patienten zu züchten, sowie eine Miniversion eines Geräts zur Überwachung der Atembewegungen entwickelt wurden. Zwei andere Unternehmen haben ihre Innovationsschecks für Forschung und Entwicklung in den Bereichen Solarheizung und -kühlung sowie intelligente Kommunikation eingesetzt. Jeder Euro, der den Unternehmen zur Verfügung gestellt wurde, hat zwei Euro an weiteren Investitionen angezogen.

Während der Durchführung des Projekts entstanden 9 Arbeitsplätze. Laut Projektleiter Ralf P. Meyer ist es jedoch zu früh, um die Gesamtzahl der neuen Arbeitsplätze zu schätzen.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtkosten für das Projekt „Towards Top Technology Cluster (TTC)“ betrugen 4 994 022 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 mit 2 497 011 EUR im Rahmen des operationellen Programms INTERREG IVA Euregio Maas-Rhein beteiligt hat.


Datum des Entwurfs

30/09/2014