Telepom nutzt IKT zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in ländlichen Gebieten an der deutsch-polnischen Grenze

Durch die moderne Telekommunikationstechnologie können Krankenhäuser auf dem Land mit medizinischen Zentren in Städten und Großstädten vernetzt werden. Dadurch erhalten die Bürger der Euroregion POMERANIA eine noch effizientere und gleichzeitig wohnortnahe medizinische Versorgung von hoher Qualität.

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Im Rahmen des Projekts „Telemedizin in der Euroregion POMERANIA“ werden Krankenhäuser in Polen und Deutschland im Interesse einer besseren medizinischen Versorgung der Patienten miteinander vernetzt. Im Rahmen des Projekts „Telemedizin in der Euroregion POMERANIA“ werden Krankenhäuser in Polen und Deutschland im Interesse einer besseren medizinischen Versorgung der Patienten miteinander vernetzt.

Die Telemedizin kann Ärzte und Patienten durch Telekommunikation virtuell verbinden und dadurch räumliche und zeitliche Distanz überwinden. So können Patienten in ländlichen Regionen in der Nähe ihres Wohnorts behandelt werden und dennoch von genaueren Diagnosen und besseren Behandlungsmethoden profitieren. Bei Schlaganfällen oder Herzinfarkten, wo schnell reagiert werden muss, kann der Einsatz der Telemedizin sogar über Leben oder Tod entscheiden. 

Anpassung an den demografischen Wandel beiderseits der Grenze

Beim Telepom-Projekt sind 18 deutsche und 15 polnische Kliniken durch Videokonferenzen und Transfer von Daten miteinander verbunden. Durch das Projekt können Krankenhäuser in ländlichen Regionen durch Konsultation mit Experten in den Krankenhäusern größerer Städte spezialisierte Leistungen erbringen. In einem dünn besiedelten Gebiet, in dem der demografische Wandel eine große Herausforderung darstellt, wird durch das telemedizinische Netzwerk sichergestellt, dass Fachärzte Menschen in ausreichender Zahl versorgen können, und zwar ohne Qualitätsverlust durch große Entfernungen.

Ein sehr innovatives Merkmal der Telemedizin beim POMERANIA-Projekt ist die grenzüberschreitende Vernetzung. Ein deutsch-polnischer Lenkungsausschuss tritt monatlich zusammen, um die laufenden Projekte zu erörtern. Dies führt zu einem unmittelbaren Austausch zwischen Ärzten von beiden Seiten der Grenze. Durch Empfehlungen zur Beseitigung administrativer Hindernisse leistet das Projekt außerdem wichtige Pionierarbeit für künftige internationale Kooperationen.

Der andauernde Erfolg unterstreicht die große Relevanz des Projekts

Die Liste der telemedizinischen Anwendungen umfasst neben Pathologie, Kardiologie und Radiologie nun auch „Tele-Stroke“ und „Tele-HNO“. Im Rahmen des Tele-Stroke-Netzes sind lokale Krankenhäuser mit einer überregionalen Schlaganfallstation in Greifswald verbunden, und Tele-HNO ist ein telemedizinisches Netzwerk für Hals-Nasen-Ohren-Ärzte.

„In einer großen gemeinsamen Anstrengung ist in Vorpommern, Nordbrandenburg und der Woiwodschaft Westpommern ein telemedizinisches Netzwerk entstanden, das die medizinische Versorgung der Menschen in der Region wesentlich verbessert hat. So können jetzt beispielsweise vier Pathologen 34 Krankenhäuser in Vorpommern abdecken. Dadurch können diese Krankenhäuser Operationen durchführen, die ohne Telemedizin nicht möglich gewesen wären.“

Prof. Dr. Norbert Hosten, Vorstandsvorsitzender von Telemedizin Euroregion POMERANIA e. V. und Direktor des Instituts für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie, Universitätskrankenhaus Greifswald


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Telemedizin in der Euroregion POMERANIA“ betragen 12 859 122 EUR. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beteiligt sich im Rahmen des operationellen Programms „Polen – Deutschland“ für den Programmplanungszeitraum 2007–2013 mit 10 930 253 EUR daran.


Datum des Entwurfs

19/05/2014