Telemedizin Pomerania verbessert die medizinische Versorgung in dünn besiedelten Regionen

Das Projekt Telemedizin Pomerania soll sicherstellen, dass die Bewohner der dünn besiedelten Regionen in der Euroregion Pomerania an der deutsch-polnischen Grenze Zugang zur medizinischen Versorgung und Infrastruktur haben. Ziel des Projekts war es, durch die Schaffung von effizienten und nachhaltigen Kommunikationsstrukturen die Prävention und Diagnose von Erkrankungen sowie die Patientenbehandlung zu verbessern.

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Bundespräsident Joachim Gauck besucht das Projekt Telemedizin POMERANIA im Mai 2013 © Telemedizin Pomerania Bundespräsident Joachim Gauck besucht das Projekt Telemedizin POMERANIA im Mai 2013 © Telemedizin Pomerania

" Telemedizin Pomerania transportiert Daten, damit Patienten und Ärzte nicht transportiert werden müssen. "

Prof. Dr. Norbert Hosten, Leiter des Projekts POMERANIA und Direktor des Instituts für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie, Universitätsklinik Greifswald

Das Projekt umfasst 20 Krankenhäuser in Deutschland und 15 in Polen. Das Netzwerk ist auch für weitere interessierte Parteien offen und besitzt eine Schnittstelle mit dem Teleradiologie-Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern.

Dank der getroffenen Maßnahmen wurde die medizinische Ausrüstung in den teilnehmenden Krankenhäusern aufgerüstet. 40 Menschen wurden im Rahmen des Projekts beschäftigt und nach der Implementierung wurden sechs neue Arbeitsplätze geschaffen.

Telemedizin Pomerania deckt medizinische Bereiche wie Radiologie, Urologie, HNO-Medizin, Versorgung von Schlaganfallpatienten, Kardiologie, Onkologie und Ophthalmologie ab. Die im Rahmen des Projekts eingeführten schnellen und effizienten Datentransfersysteme ermöglichen es den Spezialisten aus Deutschland und Polen, medizinische Daten zu analysieren und zweite Meinungen zu Diagnosen von lokalen Ärzten zu äußern, ganz unabhängig von der Entfernung. Somit wird sichergestellt, dass Patienten in eher abseits gelegenen Krankenhäusern nach dem gleichen Versorgungsstandard behandelt werden wie Patienten in dicht besiedelten Gebieten.

Der Grundstein für einen künftigen grenzüberschreitenden Austausch

Der Grundstein für einen künftigen grenzüberschreitenden Datenaustausch wurde gelegt. Infolge des Projekts wurde ein Videokonferenznetzwerk eingerichtet, das ermöglicht, die Ergebnisse der Patienten im Rahmen von Beratungsgesprächen in deutschen und polnischen Kliniken zu besprechen.

Die deutsch-polnische Steuergruppe hat sich während der Implementierung alle sechs bis acht Wochen zusammengesetzt, was die Beziehung zwischen den Partnern noch weiter gestärkt hat. Im Rahmen der Abschlusskonferenz fand auch eine Fotoausstellung mit Bildern deutscher und polnischer Krankenhäuser statt, auf denen der Klinikalltag und die Arzt-Patienten-Beziehung im Vordergrund stehen.

Im Rahmen seines Besuchs im Mai 2013 informierte sich Bundespräsident Joachim Gauck am Institut für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie der Universitätsklinik Greifswald über das Telemedizin-Netzwerk. Außerdem gewann das Projekt den bundesweiten 12. eGovernment-Wettbewerb, bei dem herausragende Lösungen zur effektiven Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie in der öffentlichen Verwaltung gewürdigt werden.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Telemedizin in der Euroregion POMERANIA“ betragen 12 024 316 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 10 088 374 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Polen – Deutschland“” für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

04/01/2016

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