Unterstützung der Radverkehrskonzepte in mitteleuropäischen Städten

Central MeetBike fördert die Entwicklung nachhaltiger Transportmaßnahmen in mitteleuropäischen Ländern. Das Projekt unterstützt die Entwicklung integrierter Radverkehrskonzepte.

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Lernen aus der Erfahrung deutscher Städte wie Dresden. Lernen aus der Erfahrung deutscher Städte wie Dresden.

" Tschechische Städte haben viel Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Ländern. Selten wird das Fahrrad als Teil des Gesamtverkehrssystems genutzt. Cycling Academy soll zeigen, wie wir mit verschiedenen Instrumenten die Radverkehrskultur verbessern können. "

Jaroslav Martinek, Nationaler Radverkehrskoordinator

Radfahren wird immer mehr als Lösung für Verkehrsstaus und Luftverschmutzung in Stadtgebieten anerkannt, besonders für Kurzstrecken und zusammen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit Central MeetBike wird versucht, die in Deutschland effektiven Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs auch in der Tschechischen Republik, Polen und der Slowakei einzuführen. Das Projekt half den Regionen bei der Bewertung ihrer lokalen Situationen und den entsprechenden Änderungen ihrer Richtlinien.

Änderung der Einstellung

Das Projekt erreichte dieses Ziel durch eine Veränderung der Einstellung zur Verkehrsplanung und indem man Politiker und Amtsträger über neue Konzepte zur Förderung des Radverkehrs informierte, besonders über die in Deutschland genutzten. Es stellte sich heraus, dass ein umfassender räumlicher Ansatz, der eine sichere Fortbewegung mithilfe aller Transportmittel ermöglicht, machbar und kosteneffizient ist.

Der Ansatz von Central MeetBike wurde bei dem ‘Bike Academy’ Trainingsprogramm beworben. Hier wollte man Fachleute sensibilisieren und sicherstellen, dass in der Stadt lebende Menschen am Aktionsplan teilnehmen. Die Akademie passte Materialien eines Programms des Deutschen Instituts für Urbanistik an. Unterstützt wurde sie dabei von der Technischen Universität Dresden.

Nationale Strategien

Auch die Behörden wurden bei der Durchführung diese Pläne unterstützt – mit der Bereitstellung einer Publikation über die „Drei Prinzipien“ bei der Entwicklung eines nationalen Radverkehrskonzepts. „Fast zeitgleich” wurde eine nationale Strategie von den Regierungen der Tschechischen Republik und der Slowakei angenommen. In der Slowakei wurden ein neuer nationaler Radverkehrskoordinator und acht regionale Koordinatoren ins Amt berufen. Die Strategie des Landes verfolgt das Ziel, den Radverkehr bis 2020 bis auf 10 % zu steigern. 

Central MeetBike hob auch die Bedeutung einer Förderung des Radverkehrs in mitteleuropäischen Ländern hervor. „Die Erfahrung vieler deutscher Städte boten Hinweise dazu, wie man die Bedingungen für Radfahrer verbessern kann", sagt Prof. Gerd-Axel Ahrens von der Abteilung Transport und Verkehr der Technischen Universität Dresden (ein Projektpartner). „Wir haben auch erfahren, dass Radfahren nur ein Teil eines Systems zur nachhaltigen Mobilität ist – und eine wichtige Voraussetzung für ein besseres Leben in mitteleuropäischen Städten,“ fügt er hinzu.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen des Projekts „Central MeetBike – Steigerung der Nachhaltigkeit in mitteleuropäischen Städten durch verbesserte integrierte Radverkehrsförderung und internationale Vernetzung“ belaufen sich auf 2 762 572 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 2 271 743 EUR im Rahmen des operationellen Programms „MITTELEUROPA“ im Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

16/12/2014