Forschung an regenerativen Therapien erhält neuen Schwung durch den Bau eines neuen Forschungszentrums

In dem 2011 eröffneten neuen Gebäude des Zentrums für Regenerative Therapien Dresden können Forschungsteams im Bereich der Biomedizin gemeinsam unter einem Dach arbeiten. Dies verbessert die Möglichkeit der Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern.

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Das wichtigste Ziel des neuen Zentrums ist die Erforschung des Selbstheilungspotenzials des menschlichen Körpers sowie die Entwicklung neuer regenerativer Therapien Das wichtigste Ziel des neuen Zentrums ist die Erforschung des Selbstheilungspotenzials des menschlichen Körpers sowie die Entwicklung neuer regenerativer Therapien

Das Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) wurde 2006, als Teil der Technischen Universität Dresden, gegründet und von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) zum Exzellenzcluster für Forschung ernannt. Das wichtigste Ziel des Zentrums ist die Erforschung des Selbstheilungspotenzials des menschlichen Körpers sowie die Entwicklung neuer regenerativer Therapien. Dazu gehört die Nutzung von Tiermodellen zur Entwicklung von Therapien für derzeit noch unheilbare Krankheiten. Das Zentrum konzentriert seine Forschung auf die Bereiche Hämatologie, Immunologie, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen, Knochenregeneration und, in einem gewissen Umfang, Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Sachsen als Zentrum der biomedizinischen Forschung stärken

Der Direktor des CRTD, Professor Michael Brand, erklärte, die neue Einrichtung sei eine willkommene Ergänzung zu Dresdens lebendiger internationaler Forschungsgemeinde Biopolis. „Nun können erstmals alle 15 CRTD-Forschungsgruppen unter einem Dach in ihrer eigenen Organisation auf höchstem Niveau forschen und lehren“, erklärte der Professor. Darüber hinaus erleichtert das neue Forschungszentrum die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, Sachsens Ruf als Zentrum für biomedizinische Forschung zu bestärken.

Das CRTD beschäftigt derzeit 270 Mitarbeiter, darunter 180 Wissenschaftler. Das Zentrum beteiligt sich an einem interdisziplinären Forschungsnetzwerk aus über 80 Laboren an sieben unterschiedlichen Einrichtungen in Dresden. Das Netzwerk wird von 18 Partnern aus der Wirtschaft unterstützt, wodurch Forschungsergebnisse schnell in klinische Anwendungen umgewandelt werden können.

„Erstklassige Forscher benötigen erstklassige Forschungsbedingungen. Diese dürften ab heute gegeben sein, was die Anziehungskraft unseres biotechnologischen Standorts noch weiter steigern wird“, führte der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich bei der Einweihungsfeier aus. „Man geht davon aus, dass das Gesundheitswesen in Zukunft am deutlichsten zur Verbesserung unserer Lebensumstände beitragen wird. Die Biomedizin hat sich nun zu einem erfolgreichen Zweig von Forschung und Wirtschaft entwickelt.“

Gesamtbudget und EU-Fördermittel

Das Projekt „Neubau für das Forschungszentrum für Regenerative Therapien – Exzellenzcluster (CRTD)“ wurde im Programmplanungszeitraum 2007-2013 vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 7 500 000 EUR gefördert. Insgesamt belief sich das Budget für das neue CRTD-Gebäude auf 48 600 000 EUR. Der nationale Beitrag lag bei 41 000 000 EUR, wobei 26 000 000 EUR vom Freistaat Sachsen und der Technischen Universität Dresden stammten und 15 000 000 EUR aus dem Bundeshaushalt. Das Projekt wird im Rahmen der Priorität „Stärkung von Innovation, Wissenschaft und Forschung“ des operationellen Programms für Sachsen im Zeitraum 2007-2013 gefördert.

Datum des Entwurfs

05/03/2013