Redox-Flow-Batterien: Sonnenschein speichern, Sonnenstrahlen wiederverwenden

Universitäten und Unternehmen aus Frankreich und Deutschland haben durch den grenzüberschreitenden Austausch von wissenschaftlichem Expertenwissen dazu beigetragen, Innovationen im Bereich der Elektromobilität voranzutreiben.

 Weitere Extras

 

" Der CO2-Fußabdruck von Elektroautos mit Batterien, die über das Netz mit aus fossilen Brennstoffen erzeugtem Strom aufgeladen werden, ist nicht besser als der von Autos mit Verbrennungsmotor. Sie müssen mit aus regenerativen Quellen erzeugtem Strom geladen werden. Deshalb sind Speichersysteme wie die Redox-Flow-Batterie unerlässlich. "

Professor Hempelmann, Projektkoordinator

Im Rahmen des durch den EFRE finanzierten Projekts „RFB-Solar“ entwickelten Forscher den Prototyp der sogenannten Redox-Flow-Batterie, ein Zwischenspeicher für Solarenergie. Diese für den Elektromobilitätsbereich extrem wichtigen Batterien sind höchst effizient und halten länger als herkömmliche Modelle.

Wissenschaftliche Einrichtungen der Spitzenklasse

Um den Prototyp zu entwickeln, baute das Projektteam zunächst ein grenzüberschreitendes Netzwerk aus Wissenschaftlern und KMU in Lothringen (Frankreich) und im Saarland (Deutschland) auf, die sich auf Solarenergie spezialisiert hatten. Im Zentrum des Projekts, standen zwei renommierte wissenschaftliche Einrichtungen, an denen auch ein Großteil der Forschung stattfand: Das Transferzentrum Nano-Elektrochemie der Universität des Saarlandes und das Laboratoire de Chimie Physique et Microbiologie pour l'Environnement der Université de Lorraine. Darüber hinaus wurde ein Kompetenznetzwerk eingerichtet, um den regionenübergreifenden Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sicherzustellen.

Das Team entwickelte jedoch nicht nur den Prototyp, es stärkte auch das Bewusstsein für diese hochmoderne Technologie und die Elektromobilität im Allgemeinen, indem es einen Demonstrator einführte: ein solarbetriebenes Fahrradtaxi. Laut den Forschern wird die Batterie des Fahrzeugs nicht unmittelbar mit Solarstrom aufgeladen, sondern durch eine externe zwischengeschaltete Redox-Flow-Batterie. 

Die Forschung geht weiter

Das Projekt wurde im Juni 2015 abgeschlossen und laut dem Projektkoordinator hat das Team gute Fortschritte auf dem Weg zu einem marktreifen Endprodukt gemacht. Allerdings ist noch weitere Forschung und Entwicklung erforderlich. Diese erfolgt derzeit im Rahmen eines vom BMWi geförderten „Nachfolgeprojekts“, an dem mehrere Partner beteiligt sind, darunter ein Hersteller von Redox-Flow-Batterien.

Durch das Projekt wurden drei Arbeitsplätze geschaffen und erhalten.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Redox-Flow-Batterien als Solarenergie-Zwischenspeicher für Elektromobilität“ belaufen sich auf 1 132 777 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 566 388 EUR im Rahmen des operationellen Programms „INTERREG IV A Großregion“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

17/12/2015