Schutz für Baltrums Küste

Nach einem sprunghaften Anstieg der Stürme zwischen 2006 und 2008 verbesserte die Insel Baltrum vor der ostfriesischen Küste in Deutschland die Stabilität und Funktion ihrer Küstenschutzsysteme.

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" Der Westen der Insel wurde von einem Bauwerk geschützt, das zuletzt 1975 repariert worden war. Die Sturmfluten der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Schutz der Inseln nicht dauerhaft gewährleistet war. Dank der im Rahmen dieses Projekts umgesetzten Maßnahmen ist die Insel wieder sicher. "

Theo van Hoorn, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

Zunächst stellten Küsteningenieure mithilfe von Computermodellen fest, welche Wellenhöhe während Sturmfluten erwartet werden kann. Auch der Anstieg des Meeresspiegels aufgrund des Klimawandels wurde berücksichtigt.

Anschließend machten sich die Ingenieure daran, festzustellen, ob die derzeitigen Bauten dem Druck der erwarteten Wellen widerstehen könnten. Die Ergebnisse waren negativ und zeigten, dass die Insel während bestimmter Sturmfluten überschwemmt werden könnte. Kurz gesagt: Baltrums bestehende Schutzmechanismen waren unzureichend und während schwerer Sturmfluten nicht effektiv.

Um die Insel zu schützen, wurde eine Strandmauer im Westen der Insel saniert; vor Kurzem wurde der östliche Teil fertiggestellt. Darüber hinaus wurde eine Hochwasserschutzmauer abgerissen und durch einen über zwei Meter hohen, leicht abfallenden Deich ersetzt. Laut den Ingenieuren ist diese flache Option besser in der Lage, die Kraft der Wellen zu brechen.

Aufgrund des Projekterfolgs sollen auch andere Strandmauern auf den Ostfriesischen Inseln saniert werden.

Der Schutz der Inseln ist nicht nur für den Tourismus und die lokale Bevölkerung wichtig, sondern auch für die dahinterliegenden Küstenregionen. Die Inseln dienen den Festlandsküsten praktisch als Wellenbrecher.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Küstenschutz für die Insel Baltrum“ belaufen sich auf 6 600 000 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 3 300 000 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Niedersachsen“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

29/01/2016