Neues Medikament zur postoperativen Therapie von Eierstockkrebs

Sächsische Wissenschaftler forschen aktuell an der Entwicklung eines nicht-toxischen Zelltherapeutikums, das die Bekämpfung von Eierstockkrebs revolutionieren könnte.

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Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts bei der Entwicklung eines nicht-toxischen Zelltherapeutikums zur Krebsbekämpfung. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts bei der Entwicklung eines nicht-toxischen Zelltherapeutikums zur Krebsbekämpfung.

Gemeinsam mit dem Biotech-Unternehmen Prima BioMed führt das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig mit der klinischen Prüfung des Wirkstoffs CVac wegweisende Forschungsarbeiten durch.

Es besteht die Hoffnung, eine neue Zelltherapie gegen Eierstockkrebs zu entwickeln. Das neue Medikament soll nach der chirurgischen Entfernung eines Tumors und der anschließend üblichen Bestrahlung und Chemotherapie zum Einsatz kommen. Dazu forschen die Projektpartner an der Entwicklung eines nicht-toxischen Zelltherapeutikums zur Krebsbekämpfung. Im Rahmen dieses Prozesses sollen körpereigene Zellen des Immunsystems so beeinflusst werden, dass diese die Krebszellen erkennen und eliminieren. Im Erfolgsfall kann sich die Lebenszeit und Lebensqualität von Patientinnen mit Eierstockkrebs deutlich erhöhen.

Durch das für den Zeitraum von 2011 bis 2013 angesetzte Forschungsprojekt konnten im Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie sieben neue Stellen geschaffen werden. Das Institut forscht seit 2005 in den Bereichen Medizin, Life Sciences und Therapie in Leipzig. Sein Projektpartner, die Prima BioMed GmbH, wurde im Jahr 2010 in Leipzig als Tochter des globalen Biotech-Unternehmens Prima BioMed Ltd. mit Sitz in Australien gegründet.

Neben dem möglichen klinischen Nutzen liegt ein weiteres Ziel des Forschungsprojekts darin, Sachsens Ruf als weltweit anerkanntes Exzellenzzentrum für biomedizinische Forschung zu stärken.

Projektleiter Gerno Schmiedeknecht über das Vorhaben: „Die Rückfallquote ist unter den Patientinnen, die die derzeit übliche Standardtherapie erhalten (Operation mit anschließender Bestrahlung Chemotherapie), enorm. Wir möchten Rückfällen vorbeugen oder sie zumindest verzögern mit dem Ziel, die Lebenszeit und Lebensqualität für Patientinnen zu erhöhen.“


Gesamtbudget und EU-Fördermittel


Das Gesamtbudget des Projekts „New cell treatment against cancer – Fraunhofer IZI and Prima BioMed carry out combined research into a special active ingredient“ beträgt 4 000 000 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung durch das Operationelle Programm des Freistaats Sachsen mit 3 000 000 EUR für den Programmzeitraum von 2007 bis 2013 beteiligt. Der nationale Beitrag zu dem Projekt lag bei 1 000 000 EUR.


Datum des Entwurfs

25/04/2013