„Mechatronik für KMU“ führt zu Netzwerken zwischen deutschen und niederländischen Unternehmen

In einem Gebiet, in dem 90 % der Unternehmen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind, fördert das Mechatronik-Projekt innovative Geschäftsideen und treibt damit Technologietransfers durch transnationale Zusammenarbeit voran.

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The strong focus on demand and needs of the partner was one of the determining points for the success of ‘Mechatronics for SMEs’. -Angelika van der Kooi, Project coordinator ©Mechatronics for SMEs The strong focus on demand and needs of the partner was one of the determining points for the success of ‘Mechatronics for SMEs’. -Angelika van der Kooi, Project coordinator ©Mechatronics for SMEs

" Dank der Unterstützung des Fonds für Regionale Entwicklung sind mehrere Millionen Euro in die Wirtschaft im deutsch-niederländischen Grenzgebiet geflossen. Diese Investition hat die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gestärkt und die Beschäftigung in der Region gesichert. Für den Erfolg von ‚Mechatronik für KMU’ war die starke Fokussierung auf die Nachfrage und die Bedürfnisse der Betriebe mit entscheidend. Besonderes Lob verdienen dabei die Projektpartner und assoziierten Partner. Die Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderern, Kammern, Universitäten, Fachhochschulen und Technologiezentren war hervorragend. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen. "

Angelika van der Kooi, Projektkoordinatorin

„Mechatronik“ steht für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der Bereiche Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik – ein Feld mit idealen Konditionen für die Entwicklung innovativer Technologien, die Produktionsprozesse vereinfachen und effizienter machen. Diese Innovationen beinhalten jedoch oft hohe finanzielle Risiken, welche KMU nicht auf sich nehmen können und sie erfordern umfangreiche wissenschaftliche Kenntnisse. Hier hilft das Projekt „Mechatronik für KMU“, und es verzeichnet beeindruckende Erfolgsquoten. Bislang wurden etwa 180 Innovationen in KMU gefördert und mehr als 1 100 KMU wurden mit dem Projekt erreicht.

Fünf Schritte zu einem neuen Produkt

Das Projekt begleitet Unternehmen in allen Stadien ihres Innovationszyklus, beginnend mit einem Informationstreffen zu ihrer Geschäftsidee. Anschließend gibt es intensive Gespräche mit Universitäten oder technischen Hochschulen, um die beste Lösung für das Unternehmen zu bestimmen. In enger Abstimmung mit externen Experten wird das Konzept erarbeitet. Der übernationale Charakter des Projekts zeigt sich spätestens im vierten Stadium, einer Machbarkeitsstudie, in die ein Partner von der anderen Seite der Grenze eingebunden sein muss. Schließlich wird das Produkt entwickelt und ein Prototyp gebaut.

Die bei den KMU anfallenden Kosten für dieses Verfahren werden teilweise im Rahmen des Projekts übernommen. Die Förderung kann bis zu mehreren zehntausend Euro betragen. Dies ist ein starker finanzieller Anreiz für Unternehmen, mit Forschungsinstituten und technischen Unternehmen des Nachbarlandes zusammenzuarbeiten und führt zu dauerhaften und nachhaltigen grenzüberschreitenden Partnerschaften. Daneben helfen die Synergien dabei, die Herausforderung des Mangels an Ingenieuren im niederländisch-deutschen Grenzgebiet anzugehen.

Selbstreinigende Wärmetauscher und Nullenergie-Häuser

Die Bandbreite der bereits geförderten innovativen Ideen und Produkte ist enorm. Dazu gehört ein System zur Verbesserung der Kommunikation zwischen verschiedenen Elementen eines Intelligent Home System (intelligentes Haussteuerungssystem) in Nullenergiehäusern. Ein anderes Beispiel ist ein selbstreinigender Wärmetauscher, der den Energieverbrauch von Freiluftschwimmbädern halbieren kann und eine Reinigung der Rohre sogar bei laufendem Betrieb ermöglicht.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Mechatronik für KMU“ belaufen sich auf 18 371 790 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 7 277 400 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Niederlande-Deutschland” für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 unter der Prioritätsachse „Wirtschaft, Technologie, Innovation” beteiligt hat.


Datum des Entwurfs

27/05/2015