MARRIAGE baut Jachthafenmanagement an der südlichen Ostseeküste aus

Im Rahmen des Projekts MARRIAGE kamen Wassertourismusexperten aus dem Raum der südlichen Ostseeküste zusammen, um durch territoriale Zusammenarbeit Jachthäfen geschäftlich zu unterstützen. Erreicht wurde dies durch gemeinsame Marketingpläne für den Bereich Wassertourismus, Entwicklungsinstrumente für das Jachthafenmanagement und eine Konsolidierung des Jachthafennetzes an der südlichen Ostseeküste.

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Im Jachthafen von Gdańsk vor Anker liegende Boote © Jens Masuch Im Jachthafen von Gdańsk vor Anker liegende Boote © Jens Masuch

" In Ustka bauen wir derzeit einen neuen Jachthafen, für den wir private Investoren finden und einen privaten Betreiber einbeziehen möchten. Die vom Projekt MARRIAGE herausgegebene Studie zu Betriebsmodellen für Jachthäfen hat uns klargemacht, wie viele Aspekte und Details berücksichtigt werden müssen, um Finanzierung, Verantwortung und Risiken effektiv zwischen öffentlichen und privaten Beteiligten aufzuteilen und die geeignetste Lösung zu finden. "

Jarosław Teodorowicz, Gemeinde Ustka

Zur Förderung der Region als Segelrevier gehörte die Koordinierung von Tourismusmarketingmaßnahmen, die das Ziel hatten, aus der Bandbreite an Reisezielen in der Region Nutzen zu schlagen. Es wurden eine gemeinsame Marketingmarke („South Coast Baltic“) und Leitlinien entwickelt, um Jachthäfen dazu zu ermutigen, einen gemeinsamen Ansatz zu nutzen. Gemeinsame Werbemaßnahmen regionaler Tourismuseinrichtungen konnten die Bekanntheit der Region und die Attraktivität ihrer Jachthäfen und Segelreviere verbessern.

Der grenzüberschreitende Wissenstransfer zum effizienten und nachhaltigen Jachthafenmanagement und zum rentablen Betrieb basierte auf dem Train-the-Trainer-Prinzip und beinhaltete die Zusammenstellung bewährter Vorgehensweisen in einem Jachthafenmanagementhandbuch und einem Schulungsplan. Dies wurde von einer Expertengruppe aus Betreibern und Schulungsanbietern aus allen teilnehmenden Ländern unterstützt. Die Trainer stellten dann Schulungsprogramme für Jachthafenbesitzer, -betreiber, -manager und -mitarbeiter zusammen und führten diese in den Landessprachen durch, um das Wissen zu verbreiten.

Ein Jachthafennetz

Auf die Erarbeitung und den Transfer von Konsolidierungsansätzen für ein Jachthafennetz konzentrierten sich öffentlich-private Partnerschaften für die Entwicklung und den Betrieb von Jachthäfen, von an Außenküsten gelegenen „Inselhäfen“ und kleinen Anlegestellen ausschließlich für Gäste. Pilotmaßnahmen bewiesen die Eignung dieser Ansätze und erleichterten ihren Transfer.

Zum Thema öffentlich-private Partnerschaften wurden eine Grundlagenstudie und eine Umfrage zu vorbildlichen Vorgehensweisen durchgeführt und es fanden Workshops und Studienreisen statt, um die Expertise zu verbreiten. Basierend auf den Pilotmaßnahmen und den gesammelten Erfahrungen wurden Leitlinien für öffentlich-private Partnerschaften, Inselhäfen und kleine Anlegestellen zusammengestellt. Sie wurden in einem Konsolidierungswerkzeugkasten für ein Jachthafennetz zusammengefasst.

Das Projekt hat zum Aufbau eines Jachthafennetzes geführt, das eine gemeinsame Marke verwendet und gemeinsamen Qualitäts- und Servicestandards folgt. Dadurch wird die Tourismusinfrastruktur im südlichen Ostseeraum verbessert und geholfen, den Tourismus zu diversifizieren, unter anderem durch die Entwicklung des grenzüberschreitenden Tourismus.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „MARRIAGE“ belaufen sich auf 1 639 886 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 393 903 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Südlicher Ostseeraum“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

15/09/2015