Besseres Altern: Innovationen in der Seniorenbetreuung dank Dienstleistungsgestaltung

In dem Projekt „Design-led innovations for Active Ageing“ (Innovationen für ein aktives Altern durch Dienstleistungsgestaltung) tun sich Städte aus acht europäischen Ländern zusammen, um soziale Innovationen und vorbildliche Verfahren zu entwickeln und auszutauschen, die helfen, mit der Herausforderung einer alternden Bevölkerung fertigzuwerden.

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Das Projekt bringt Spezialisten für die Seniorenbetreuung und Dienstleistungsgestalter zusammen, um Lösungen für das Altern der Bevölkerung zu finden Das Projekt bringt Spezialisten für die Seniorenbetreuung und Dienstleistungsgestalter zusammen, um Lösungen für das Altern der Bevölkerung zu finden

Die Gestaltung von Dienstleistungen ist nicht nur eine Frage ihres Aufbaus, sie kann auch der Motor der Innovation sein und eine benutzergesteuerte Planung gewährleisten. Den Nachweis dazu hat das Projekt DAA erbracht, bei dem Spezialistenteams für die Seniorenbetreuung und Dienstleistungsgestalter gemeinsam nach nachhaltigen Lösungen für das Altern der Bevölkerung suchen.

Aus Szenarien werden zukunftsweisende Beispiele

Jede der acht Städte konzentrierte sich auf einen spezifischen Aspekt der Dienstleistungen für die Seniorenbetreuung, ein sogenanntes „Szenario“. Mithilfe von Experten und Dienstleistungsgestaltern wurden Vorentwürfe erarbeitet, die dann in Workshops und auf Veranstaltungen besprochen wurden, um herauszufinden, wie die Ideen am besten umgesetzt werden können. Das Projekt hatte stets einen integrierten Ansatz zum Ziel, der auch Interessenvertreter und Benutzer einbeziehen sollte.

In der finnischen Hauptstadt Helsinki, der federführenden Projektpartnerin, wurde deshalb ein Viertel für eine Fallstudie ausgewählt, um Modelle für die persönliche Budgeterstellung zu testen, die es Senioren ermöglichen sollte, Unterstützung und Dienstleistungen ganz nach ihren Bedürfnissen zu planen und zu steuern. Unabhängigkeit und Sicherheit älterer Mitbürger waren auch in Oslo, wo man sich auf die Verwendung von Sozialtechnologie konzentrierte, und Berlin ein Thema, das die notwendigen Voraussetzungen für die Umsetzung erfolgreicher Maßnahmen des umgebungsunterstützten Lebens analysierte.

Förderung der sozialen Integration und Verbesserung der öffentlichen Verwaltung

Mehrere Projekte untersuchten den Aspekt der sozialen Integration. Insbesondere wurde im belgischen Antwerpen eine Studie zu der Frage durchgeführt, wie man gesellschaftlich isolierte Senioren in Städten finden könnte, während in Warschau in Polen die Rolle von Bildungsorganisationen bei der Vermeidung der sozialen Ausgrenzung von Senioren untersucht wurde.

Die Stadt Stockholm entwickelte einen Plan für den Einbau von mobilen Sprinklern, um den Brandschutz für ältere Mitbürger zu verbessern (dies geschah im Zuge ihrer Bemühungen, die politischen Ansätze für die Bereitstellung von Dienstleistungen für Senioren zu verbessern). In der bulgarischen Hauptstadt Sofia wurde an einer altersfreundlichen Gesellschaft gearbeitet, indem die Zusammenarbeit mit gemeinnützigen und Wohlfahrtsorganisationen sowie Freiwilligengruppen gestärkt wurde. Barcelona dagegen entwarf ein Gesundheitssystem für an Alzheimer erkrankte Menschen.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen des Projekts „Innovationen für ein aktives Altern durch Dienstleistungsgestaltung (DAA)“ belaufen sich auf 2 022 700 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 1 366 133 EUR im Rahmen des operationellen Programms „INTERREG IVC“ für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

18/01/2016