Kennenlernen der grenzüberschreitenden Karrierechancen in Sachsen und Niederschlesien

Mit der Öffnung des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes haben sich für die Einwohner der benachbarten Gebiete in Sachsen und Niederschlesien neue Karrierechancen eröffnet. Schulen, Unternehmen und Arbeitsagenturen haben im Projekt „Karriere ohne Grenzen“ ihre Kräfte gebündelt, um Kinder und Jugendliche auf diese Perspektiven aufmerksam zu machen.

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" Mit dem Projekt wurde die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Unternehmen und Arbeitsagenturen in den deutschen und polnischen Gegenden der Region Neisse-Nisa-Nysa deutlich verbessert. Diese Synergie hilft, die Beschäftigungsmöglichkeiten in diesem Gebiet hervorzuheben und die Karrierechancen der örtlichen Jugend zu fördern, ohne dass sie die Gegend verlassen muss. "

Ralf Ostrowski, Projektkoordinator

Das Bestehen einer Grenze kann leicht dazu führen, dass Beschäftigungsmöglichkeiten in einem benachbarten Gebiet nicht wahrgenommen werden. Aus diesem Grund erkennen junge Menschen in Grenzgebieten möglicherweise nicht, dass ihre Qualifikationen, und somit großartige Karrieremöglichkeiten, gleich um die Ecke gefragt sind. Stattdessen ziehen viele weg, die gern geblieben wären, und berauben die Region und ihre Unternehmen der dringend benötigten Arbeitskräfte.

Was willst du mal werden, wenn du groß bist?

Das Projekt „Karriere ohne Grenzen“ wurde im September 2010 eingerichtet, um diese Probleme in der deutsch-polnischen Grenzregion Neiße anzugehen. So wurde eine frühe Karriereorientierung gefördert, die den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt berücksichtigt. Daran beteiligten sich eine Reihe von Institutionen und Unternehmen in dem Bestreben, einen gemeinsamen Ansatz zu entwickeln und jungen Menschen, die Schulen in diesen angrenzenden Gebieten besuchen, vor Ort Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen.

Im Rahmen des Projekts konnten Lehrer Erfahrungen austauschen, einen umfassenderen Einblick in das System auf der jeweils anderen Seite der Grenze gewinnen, Möglichkeiten erkennen und zur Erarbeitung eines umfangreichen Handbuchs beitragen. Dieses Hilfsmittel ist in deutscher und polnischer Sprache verfügbar und beinhaltet ausführliche Informationen und Beratung sowie eine Vielfalt an Lehrmaterial.

Der vorgeschlagene Ansatz und seine Anwendung in der Praxis wurden daraufhin getestet und in einer Reihe Seminaren verfeinert, in der Schülergruppen dazu angehalten waren, ihre beruflichen Perspektiven zu erkunden und sich mit lokalen Unternehmen und Arbeitgebern vertraut zu machen. Einige dieser Seminare standen auch Jugendlichen aus dem tschechischen Gebiet der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa offen.

Förderung der Arbeitskräfte

Die zwischen den Schulen, Unternehmen und Arbeitsagenturen geschaffenen Synergien waren für das Bemühen entscheidend, die heranwachsende Generation dieser Region über die Möglichkeiten des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes aufzuklären. Ein besonderer Fokus wurde auf die Schaffung von Netzwerken und Strukturen der regionalen Zusammenarbeit gelegt, die das Ende des Projekts im März 2015 überdauern.

Schüler konnten durch das Projekt ihre angestrebte Karriere mit einem größeren Bewusstsein der Möglichkeiten in diesem Gebiet auswählen. Ein weiterer Nutzen war die engere Vernetzung der auf beiden Seiten der Grenze aufwachsenden Jugend und die Überwindung von Hindernissen in der Beziehung zu ihren Lehrern.

Das Projekt wurde von Pontes geleitet, einem Netzwerk, das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Bildung in der gesamten Region Neisse-Nisa-Nysa fördert.

Gesamtinvestition und EU-Finanzierung

Die Gesamtinvestition für das Projekt „Karriere ohne Grenzen – Grenzüberschreitende Berufsorientierung in der Euroregion Neisse-Nysa“ beläuft sich auf 618 597 EUR, von denen        515 333 EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des operationellen Programms „Deutschland (Sachsen) – Polen“ für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 finanziert werden. Die Investition fällt unter die Priorität „grenzübergreifende soziale Integration“.

Datum des Entwurfs

24/01/2017