Integriertes Betreuungsmanagement – Neue Wege zur Qualitätsverbesserung der Familienhilfe

Dieses Projekt hat die Problematik der Ausgrenzung von Kindern psychisch kranker Eltern erforscht und Empfehlungen für die Praxis entwickelt, wie man diese Kinder besser in die vor Ort vorhandenen Angebote der Hilfsdienste integrieren kann.

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Fachforum „Persönliche und gesellschaftliche Verantwortung“  © Ernst Weerts Fachforum „Persönliche und gesellschaftliche Verantwortung“ © Ernst Weerts

" Der Leitsatz des IBeM/Familie-Projekts „Wege zeigen, Brücken bauen“ beleuchtet mehrere Handlungsebenen der Zusammenarbeit zum Wohl der betroffenen Kinder und ihrer Familien. Zu nennen sind die Kooperation, zwischen Jugendhilfe und Sozialpsychiatrie auf kommunaler Ebene, die Förderung neuer Bündnisse in der Region und darüber hinaus sowie eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit, die neben Fachforen und Publikationen in Fachzeitschriften dazu beiträgt, Beispiele guter Praxis überregional bekannt zu machen und zu würdigen. Dadurch wird eine überregionale Dimension sichergestellt. "

Prof. Dr. Eva-Maria Rothenburg, Hochschule Emden/Leer

Das von der Gebietskörperschaft Emden in Zusammenarbeit mit der Hochschule Emden/Leer durchgeführte Projekt entstand aufgrund der Annahme, dass die psychosoziale Betreuung und Versorgung von Kindern psychisch kranker Eltern und deren Familien in der Gebietskörperschaft Emden nicht ausreicht. Anhand eines Vergleichs mit deutschlandweit erhobenen Daten kam man zu dem Schluss, dass sowohl in der Region Emden als auch deutschlandweit jeder vierte Minderjährige zum Kreis der betroffenen Personen gehört.

Die betroffenen Eltern sind zusätzlich zu ihrer angegriffenen Gesundheit häufig von Einkommensarmut, Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und im Kontakt mit Ämtern und Institutionen betroffen. Während des Projekts wurden solche Fälle aufgezeichnet und analysiert. Die sozialpädagogische Familienhilfe, auf die es in Deutschland einen Rechtsanspruch gibt, wurde einer fachwissenschaftlichen Untersuchung unterzogen. Zur Sensibilisierung fanden auch Fachveranstaltungen sowie Vorträge und Fortbildungen statt. Auch auf Hochschulebene wurde die Problematik aufgegriffen.

Das Projekt hat den Anstoß gegeben, ressortübergreifende Standards für die Fallbearbeitung festzulegen.

Gesamtinvestitionen und EU-Fördermittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Integriertes Betreuungsmanagement – Neue Wege zur Qualitätsverbesserung in der Familienhilfe im regionalen Kontext“ belaufen sich auf 94.305 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 52.392 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Operationelles Programm 'Niedersachsen' (ohne Lüneburg)“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

02/02/2016