Einrichtung eines deutsch-polnischen Notfallvorsorgesystems zur Bekämpfung starker Flussverunreinigungen durch vom Menschen verursachte oder Naturkatastrophen

Die deutschen Landkreise Uckermark und Barnim sowie der polnische Kreis Gryfino haben im Rahmen dieses Projekts zusammengearbeitet, um im gemeinsamen Grenzgebiet an der Oder ein Notfallvorsorgesystem einzurichten.

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Grenzüberschreitende Einsatzübung und Testen neuer Ausrüstung an der Oder.  © Gemeinsames technisches Sekretariat des Programms, Löcknitz Grenzüberschreitende Einsatzübung und Testen neuer Ausrüstung an der Oder. © Gemeinsames technisches Sekretariat des Programms, Löcknitz

" Die intensive grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Gefahrenverhütung und -abwehr wird dazu beitragen, dass sich die Einwohner der Grenzregion noch sicherer fühlen können. "

Landkreis Uckermark, federführender Projektpartner

Ziel dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist die Steigerung der ökologischen Sicherheit sowie der Schutz vor und der Umgang mit Naturkatastrophen wie Waldbränden oder einer Ölpest im Fluss. Letztendlich sind die gemeinsamen Systeme dazu da, ökologische Bedrohungen abzuwehren, die Auswirkungen möglicher industrieller Katastrophen einzudämmen und sicherzustellen, dass man auf eine Reihe etwaiger Naturkatastrophen reagieren kann.

Anschaffung von Spezialausrüstung

Dank der EU-Unterstützung für das Projekt konnte Spezialausrüstung angeschafft werden, die bei der Bewältigung von ökologischen Notfällen zum Einsatz kommen würde. Die drei Landkreise teilten diese unter sich auf. Der deutsche Landkreis Uckermark erwarb ein Transportfahrzeug, ein Schlauchboot, Feuerlöschboote und eine Reihe von Geräten zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung, zum Beispiel eine Ölsperre für den Fluss. Der deutsche Landkreis Barnim erhielt ein Löschfahrzeug und einen Gabelstapler. Der polnische Kreis Gryfino erwarb aufblasbare Rettungszelte, ein Versorgungsfahrzeug, ein Manövrierboot und eine 400 Meter lange Ölsperre.

Grenzüberschreitende Übungen für den Ernstfall

Abgerundet wurde das Projekt durch das Proben des Ernstfalls sowie Simulationsübungen durch die betroffenen Einsatzkräfte. Dabei konnte auch die neue Ausrüstung getestet werden. Die erste Übung war eine gemeinsame polnisch-deutsche Rettungseinsatzübung am 14. Juni 2014, bei welcher der Austritt von mehreren Tonnen Kraftstoff aus einem Lastkahn in die Oder simuliert wurde. Insgesamt nahmen rund 170 deutsche und polnische Feuerwehrleute an diesem Rettungseinsatz teil.

Dank dieser im Rahmen des Projekts durchgeführten Übungen konnten die verschiedenen Möglichkeiten und die technische Kompatibilität der neuen Geräte getestet werden. Das Projekt trug somit dazu bei, die ökologische Sicherheit zu stärken, da man in diesen drei grenzüberschreitenden Landkreisen an der Oder nun auf den Notfall vorbereitet ist.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen des Projekts „Einrichtung eines deutsch-polnischen Systems zur Bekämpfung von schweren Verschmutzungen der Oder und zum Umgang mit anderen Ereignissen in der Grenzregion“ belaufen sich auf 1 960 544 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 634 439 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Polen - Deutschland“ im Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

01/02/2016