Neuer Auftrieb für Trinkwasserspeicher

Ein Komplex aus sechs Speicherbehältern für Trinkwasser wurde erneuert und gewährleistet nun langfristig die Trinkwasserversorgung für die Stadt Eisenhüttenstadt in der Oder-Spree-Region.

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Die Trinkwasserspeicher in Eisenhüttenstadt wurden vollständig saniert.  © Trinkwasser- und Abwasserzweckverband Oderaue Die Trinkwasserspeicher in Eisenhüttenstadt wurden vollständig saniert. © Trinkwasser- und Abwasserzweckverband Oderaue

" Die Planung, Koordinierung und Bauleitung des Projekts waren in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Besonders die Organisation eines reibungslosen Baufortschritts und die gleichzeitige Aufrechterhaltung der Trinkwasserversorgung stellten hohe Ansprüche an alle Unternehmen und auch an die eigenen Angestellten des Wasserversorgers. "

Eckhard Wolff, Dipl.-Ing.

Der Speicher hat eine Kapazität von 17 600 m3; dies entspricht in etwa der Tagesversorgung der Einwohner Eisenhüttenstadt und kann als Trinkwasser-Notfallversorgung für bis zu 24 Stunden dienen. Die größte Aufgabe des Speichers ist neben der Speicherung von Wasser die Aufrechterhaltung des Drucks im Wassernetzwerk, denn der Speicher befindet sich an der höchsten Stelle des Netzwerks.

Die Sanierung dient der Versorgung mit sauberem Trinkwasser

Sie wurde nach 30 Jahren Betrieb erforderlich. Die Tanks wurden 1982 gebaut und viele Nähte mussten erneuert werden, obwohl die wichtigsten Betonstrukturen immer noch in einem guten Zustand waren. Die Arbeiten begannen mit der Sanierung der beiden größten Speichertanks, anschließend wurden die kleineren erneuert. Aktuelle Hygiene- und Technikstandards wurden vollständig eingehalten.

Insgesamt war eine Investition von 4,5 Mio. EUR notwendig, von denen 55 % aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stammen. Für den Betreiber des Speichers, den Trinkwasser- und Abwasserzweckverband (TAZV) Oderaue, war es die wichtigste Investition seit 1996.

Durch die Sanierung, die 2015 abgeschlossen wird, kann die Trinkwasserqualität und -menge in der Region für mindestens 25 weitere Jahre garantiert werden.

Trinkwasser für Eisenhüttenstadt

Der TAZV Oderaue wurde 1993 gegründet. Er versorgt nicht nur Eisenhüttenstadt, sondern auch 11 umliegende Kommunen in der Region nahe der polnischen Grenze. Insgesamt werden über 46 000 Einwohner über ein 435 km langes Rohleitungsnetzwerk versorgt, zu dem vier Wasserwerke gehören. Der Speicher in Eisenhüttenstadt gehört zu den fünf höher gelegenen Trinkwasserspeichern in dem Gebiet.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Sanierung des Trinkwasserspeichers in Eisenhüttenstadt“ betragen 4 509 650 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 3 480 300 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Brandenburg“ im Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

30/03/2015