Aufbau eines Wasserversorgungsnetzes entlang der deutsch-polnischen Grenze

Durch Investitionen in den Umbau einer Wasseraufbereitungsanlage in der polnischen Stadt Pieńsk und den Aufbau eines Wasserfördersystems in der sächsischen Stadt Neißeaue wurden die Trinkwasserversorgung und die Abwasserbehandlung in beiden Städten verbessert.

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Dank des Anschlusses der polnischen Wasseraufbereitungsanlage an das deutsche Netz ist das Wasser für die Einwohner von Neißeaue jetzt billiger. © Stadtrat Pieńsk Dank des Anschlusses der polnischen Wasseraufbereitungsanlage an das deutsche Netz ist das Wasser für die Einwohner von Neißeaue jetzt billiger. © Stadtrat Pieńsk

" Die Anlagen tragen zur Entwicklung der beiden Gemeinden in der Grenzregion bei. Darüber hinaus ist es aufgrund der grenzüberschreitenden Komponente auch aus europäischer Sicht ein interessantes Projekt. "

Bartosz Wesolowski, Stadt und Gemeinde Pieńsk

Durch das von den beiden Gemeinden Pieńsk und Neißeaue geplante grenzüberschreitende Projekt wurde die Zusammenarbeit der beiden Städte im Bereich der Infrastruktur enorm verbessert und gleichzeitig die dringend benötigte Trinkwasserversorgung sichergestellt.

Vorteile für beide Seiten

Beide Regionen haben eine gemeinsame Entwicklung der technischen Infrastruktur erlebt und für die Einwohner der Gemeinden Pieńsk und Neißeaue eine dauerhafte Trinkwasserversorgung sichergestellt. Dank des Anschlusses der polnischen Wasseraufbereitungsanlage an das deutsche Netz ist das Wasser für die Einwohner von Neißeaue jetzt billiger. Darüber hinaus wurde eine Notfallwasserversorgung von Görlitz in die polnische Stadt sichergestellt.

Dank dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sowie der besseren Infrastruktur auf beiden Seiten der Grenze hat sich die wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnerstädten verbessert. Der Bau der Wasseraufbereitungsanlage in Pieńsk wirkt sich auch positiv auf die Umwelt aus, da das Wasser jetzt wiederverwendet wird und das Oberflächenwasser durch die Abwasserbehandlung vor Verschmutzung geschützt ist.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Umbau der Wasseraufbereitungsanlage in Pieńsk durch den Bau einer Wasserförderanlage in der Gemeinde Neißeaue einschließlich der dazugehörigen Infrastruktur zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung auf beiden Seiten“ belaufen sich auf EUR 1 131 937, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit EUR 830 713 im Rahmen des operationellen Programms „Polen – Deutschland“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

26/11/2015