Beseitigung von Barrieren für Menschen mit Behinderungen

Ein durch den EFRE finanziertes Projekt für Lehrer und Schüler in Niederschlesien und Sachsen führt zu einem besseren Miteinander zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

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" Ziel der Unterrichtsentwürfe, Bildungsprojekte und Szenarios war es, Schüler und Lehrer an Regelschulen für die Belange von Menschen mit Behinderungen und deren Bedürfnisse zu sensibilisieren. Die Lösungen, die wir erarbeitet haben, können anderen Schulen als Modell dienen, wobei die Szenarios je nach Bedarf angepasst werden können. Zudem können unsere Vorschläge allen, die sich engagieren möchten, als Inspiration und Ansatzpunkt dienen. "

Urząd Marszałkowski Województwa Dolnośląskiego – Vertreter

An dem Projekt ‚Strongest together!‘ (Gemeinsam sind wir am stärksten!) haben mehr als 400 Lehrer und etwa 4 000 Schüler aus 127 Schulen teilgenommen. Diese dringend benötigte Initiative hat substantiell zum grenzüberschreitenden Kampf gegen Diskriminierung beigetragen. Zudem hat sich die Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen sowie das Verständnis und die Akzeptanz von Minderheitengruppen in beiden Regionen verbessert.

Das Projektteam begann mit der Entwicklung einer Plattform für den grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch zwischen den teilnehmenden Pädagogen. Diese Plattform bildete die Grundlage für den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten und förderte neue Ideen und Lösungen zur Sensibilisierung von Schülern und Lehrern für Menschen mit Behinderungen und deren Bedürfnisse zutage.

Workshops und Aufklärungsmaterial

Zusätzlich fanden drei Workshops zur Entwicklung von Aufklärungsmaterial für Schulkinder statt. In diesen Workshops ging jede teilnehmende Schule in Form eines eigenen kleinen Projekts Probleme im Umgang mit Behinderungen in der eigenen Umgebung an. 

Beispiele für solche Projekte waren ein Integrationspicknick in Węgliniec sowie eine Initiative in der Gemeinde Piechowice, bei der die Schüler in ihrer Umgebung physische Barrieren für Menschen mit Behinderungen ausfindig machten, um anschließend den Bürgermeister mit einer Petition um Abhilfe zu ersuchen.
Die Workshops wurden durch regelmäßige Besuche an sächsischen Schulen und Treffen zwischen den Lehrern beiderseits der Grenze abgerundet. 

Verbreitung der Botschaft

Zusätzlich wurde die Broschüre ‚Strongest together – why and how we should talk about disability in schools‘ (Gemeinsam sind wir am stärksten – Warum und wie wir das Thema Behinderung in Schulen angehen sollten; erhältlich auf Deutsch und Polnisch) mit Informationen für Lehrer, Therapeuten und Eltern über den Umgang mit Menschen mit Behinderungen verfasst und an ein breites Publikum verteilt. 

Diese enthält Informationen über das durch den EFRE finanzierte Projekt, die angewandten Methoden, Beispiele der an den örtlichen Schulen durchgeführten Kleinprojekte, eine Auflistung der bewährten Vorgehensweisen an deutschen Schulen sowie einen pädagogischen Fachartikel über Inklusion und Stigma-Management. 

Die vorgeschlagenen Methoden und Techniken, mit denen Kinder zur sozialen Integration von Menschen mit Behinderungen ermutigt werden sollen, wurden in die Lehrpläne aufgenommen. 

Insgesamt wurde die hohe Qualität des Projekts und die gute Zusammenarbeit zwischen den Partnern auch nach Beendigung des Projekts hervorgehoben. Das Projekt gilt als herausragendes Beispiel für die deutsch-polnische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Schul- und Berufsbildung.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Strongest together!“ belaufen sich auf 530 878 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 445 567 EUR im Rahmen des grenzüberschreitenden operationellen Programms „Sachsen – Polen“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

16/12/2015