Modernisierung der Bahnstrecke Berlin-Rostock verbessert Anschlüsse für Reisende und Güterverkehr

Als integraler Bestandteil des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) wird die Strecke modernisiert, um eine höhere Kapazität, kürzere Reisezeiten und mehr Sicherheit zu erreichen.

 Weitere Extras

 

Die Investition garantiert eine bessere Verbindung zwischen den Ballungsräumen Berlin und Rostock, einem wichtigen Zentrum in Nordostdeutschland an der Ostseeküste. Darüber hinaus profitieren die Städte Neustrelitz und Oranienburg von einer besseren Anbindung an die beiden Zentren. Dies verbessert die Integration des Hinterlands der Ostsee – ein wesentliches Ziel der Strategie für den Ostseeraum.

Das Projekt kommt zuallererst den Bürgern von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zugute, für die sich dank der höheren Reisegeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h die Reisezeiten verkürzen. Gleichzeitig wird der Güterverkehr zum Rostocker Hafen vereinfacht, da nach der Modernisierung auf der Strecke Schwerlastverkehr mit Achslasten von bis zu 25 Tonnen möglich ist.

Teil eines europäischen Bahnkorridors

Die Strecke gehört zum TEN-V-Korridor 01, der eine Nord-Süd-Verbindung zwischen Skandinavien und Süditalien herstellt. Die aktuelle Investition schafft auch die notwendigen Bedingungen für einen späteren Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke dieses Korridors nach Norden (Berlin-München-Verona/Mailand-Neapel).

Erneuerung der Infrastruktur

Insgesamt werden 63,5 Streckenkilometer erneuert, 60 davon werden an Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h angepasst. Bei der Investition handelt es sich um das dritte Modul der Modernisierung der Bahnstrecke Rostock-Berlin; das erste und zweite befinden sich bereits in der Bauphase.

Zwar wird der grundsätzliche Schienenverlauf im Zuge der Modernisierung nicht verändert, zu den Arbeiten gehören jedoch Änderungen an der Strecke, um die Fahrdynamik zu verbessern. Teile der Oberleitung müssen erneuert werden, um sie an die höheren Reisegeschwindigkeiten anzupassen. Darüber hinaus wird das Gleisbett sorgfältig nach Problemen wie einer Anfälligkeit für Frosteinwirkungen untersucht und seine Tragfähigkeit wird analysiert. Falls erforderlich, werden zusätzliche Schutzschichten eingefügt, damit die Strecke mit den höheren Achslasten zurechtkommt.

Diese Investition betrifft das dritte Modul der Modernisierung und des Baus der

Bahnstrecke Rostock-Berlin. Das Projekt wird voraussichtlich Ende 2015 abgeschlossen und es wird damit gerechnet, dass durch seine Umsetzung 200 Arbeitsplätze entstehen. Das erste Modul wurde im April 2011 genehmigt, das zweite im Februar 2013. Beide befinden sich noch in der Bauphase.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Maßnahme Netz 21, Korridor 101, Streckenertüchtigung Rostock-Berlin, Modul 3“ belaufen sich auf 273 000 000 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 69 000 000 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Verkehr“ unter der Prioritätsachse „Bundesschienenwege“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt. Modul 1 und 2 wurden mit jeweils 21 Mio. EUR von der EU finanziert, wobei sich die Gesamtkosten für Modul 1 auf 86,3 Mio. EUR und für Modul 2 auf 79,2 Mio. EUR belaufen.

Datum des Entwurfs

18/11/2014