Ostseeraum profitiert von erfolgreichen Wissenschaftsbeziehungen

Das EU-finanzierte Projekt Science Link hat dafür gesorgt, dass durch bessere Informationen, intelligente Kooperationsinitiativen, Spezialisierung und ein aktives Netzwerk örtlicher Kontaktstellen im Ostseeraum eine höhere Aufmerksamkeit und umfangreichere Nutzung großer Forschungsinfrastrukturen in der Hochtechnologie erreicht wurde. Diese führen empfindliche Messungen auf Photonen- und Neutronenebene für Anwendungsbereiche von Kosmetik bis hin zu Sicherheitseinrichtungen durch.

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Science Link bietet KMU Zugang zu Forschungs- und Technologieinfrastrukturen im gesamten Ostseeraum, um deren industrielle Innovationen zu verbessern © Science Link Science Link bietet KMU Zugang zu Forschungs- und Technologieinfrastrukturen im gesamten Ostseeraum, um deren industrielle Innovationen zu verbessern © Science Link

" Nur durch Forschung werden wichtige neue Produkte entwickelt. Mithilfe des Projekts Science Link haben wir zahlreiche Erkenntnisse gewonnen und konkrete Maßnahmen für eine engere Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und der Industrie ergriffen. "

Uwe Sassenberg, Koordinator, Netzwerk Science Link

Forschung und Innovation sind in westlichen und östlichen Gebieten des Ostseeraums nicht gleichmäßig verteilt. Auch industrielle Innovationen sind deutlich weniger zu finden, als es aufgrund der erstklassigen Forschungsinfrastrukturen in dieser wichtigen Region zu erwarten wäre. Umfassendere Informationen über die verfügbaren Dienstleistungen und Möglichkeiten waren dringend erforderlich.

Das EU-finanzierte Netzwerk Science Link entwickelte intelligente Kooperationsstrukturen und -instrumente, die eine nachhaltige Unterstützung und Beratung vor Ort für Unternehmen, besonders KMU, bereitstellen, die nach der nächstgelegenen Neutronen- oder Photoneneinrichtung in ihrem Bereich suchen.

Übereinstimmende Anwendungsbereiche

Erstklassige Synchrotron-Anlagen wie Maxlab in Schweden oder DESY in Deutschland, die fortschrittliche Photonen- und Neutronen-Messungen durchführen, können europäischen Unternehmen dabei helfen, schneller neue, bessere Produkte zu entwickeln, um ihre Innovationsleistung in Bereichen wie Umwelt und Energie, Landwirtschaft und Lebensmittel, Biowissenschaften, Biotechnologie und Chemikalien zu fördern. Unternehmen, besonders kleinere Betriebe, die über keine Forschungs- und Entwicklungsabteilungen verfügen, haben jedoch Probleme, eine Einrichtung zu finden, die ihren genauen Bedarf abdeckt.

Das Bestreben von Science Link, über die Beratungsstellen einen praxisbezogenen Dienst bereitzustellen, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Mithilfe der Kontaktstellen, die vor Ort in den Forschungseinrichtungen und Universitäten tätig sind, erhalten die Unternehmen Informationen über Möglichkeiten und Kapazitäten, wenn und sobald sie diese benötigen.

In der Organisation des Projekts werden moderne Konzepte und Instrumente eingesetzt, um die festgelegten Ziele zu erreichen und der Nutzergemeinschaft zu helfen. Die bereits dank der Bemühungen von Science Link geförderten Produkte und Innovationen umfassen u. a. bessere Rettungswesten, energieeffizientere Elektronik/Geräte sowie Hautpflegeprodukte ohne Allergene.

Aushängeschild des Ostseeraums

Das Projekt Science Link war ein Aushängeschild der EU-Strategie für den Ostseeraum Baltic Science Link im Politikbereich „Innovation“ und zielte darauf ab, die globale Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum durch die Unterstützung von Unternehmertum, Unternehmensentwicklung, Wissenschaft und einer erhöhten Innovationskraft zu fördern.

Der praktische Ansatz und der proaktive Einsatz der Kontaktstellen des Projektteams haben die Werte von Unternehmern mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie verknüpft, sodass durch die Beschleunigung in Sachen Produktinnovation greifbare Ergebnisse im Ostseeraum erzielt wurden.

Auf der Grundlage dieses Erfolgs wurde ein Nachfolgeprojekt unter dem Namen Baltic TRAM mit zusätzlichen Partnern eingerichtet und Forschungskapazitäten von neuen Mitgliedern in Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik aufgenommen. Die Einrichtungen fungieren alle im Rahmen des Science-Link-Netzwerks und decken eine breite Palette an Aktivitäten und Zusatzleistungen im Zusammenhang mit Forschungsinfrastrukturen ab, einschließlich Marketing und Wissensaustausch.

 


Gesamtinvestition und EU-Finanzierung

Die Gesamtinvestition für das Projekt „Science Link“ beläuft sich auf 3 618 930 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 2 789 950 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Ostseeraum“ für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligt.

 


Datum des Entwurfs

24/08/2017