Tourismusförderung an der Mittleren Oder durch Sanierung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Im Zuge des Projekts wurden Hafenanlagen entlang der Oder erweitert und errichtet, um den Tourismus auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze zu fördern. Es wurden zwei Schiffe für Kreuzfahrten im Flusstal der Mittleren Oder erworben.

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Flusskreuzfahrten locken Touristen in die revitalisierte Region Mittlere Oder © Stadtgemeinde Neusalz an der Oder Flusskreuzfahrten locken Touristen in die revitalisierte Region Mittlere Oder © Stadtgemeinde Neusalz an der Oder

" [Das Projekt] führt zu einer wirtschaftlichen, sozialen und städtischen Sanierung der zuvor verfallenen Bereiche der Städte, einschließlich der Hafenviertel, und trägt zur Rückkehr der Wassersportler an den Fluss bei. "

Beata Kulczycka, Gemeindeverwaltung Neusalz an der Oder

Rund fünftausend Touristen machen mittlerweile jedes Jahr eine solche Flusskreuzfahrt, und die Anzahl der die Hafeninfrastruktur nutzenden Wassersportler ist um 40 % gestiegen. „Durch die Errichtung von Jachthäfen und Häfen an den polnischen und deutschen Flussufern ist die Region wieder belebt worden“, erklärt Beata Kulczycka von der Gemeindeverwaltung von Neusalz an der Oder, einem der Empfänger des Projekts.

Neue Häfen, neue Chancen

Insbesondere die Hafeninfrastruktur wurde in Beuthen an der Oder, Neusalz an der Oder und Odereck in Polen ausgebaut, wodurch sechs Arbeitsplätze sowie ein weiterer in Frankfurt an der Oder geschaffen wurden. Neben grundlegenden Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Anlegen von Schiffen bieten diese Häfen jetzt auch jetzt Freizeitangebote wie Speisen und Getränke sowie Möglichkeiten zum Grillen an.

Zur Ergänzung dieser Entwicklung wurden zwei baugleiche Passagierschiffe, die Zefir und die Laguna, angeschafft, die nun auf der Mittleren Oder von Glogau nach Küstrin verkehren. Durch die Einbeziehung der polnischen und deutschen Gemeinden aus den Regionen Woiwodschaft Lebus bzw. Brandenburg hat das Projekt auch zur Beseitigung von Barrieren für die Entwicklung einer grenzüberschreitenden Transportinfrastruktur beigetragen. Infolgedessen ist eine Strecke von mehr als 220 km der Route im Flusstal der Mittleren Oder entstanden, „die in der Region einzigartig ist und für verschiedene Zielgruppen sehr interessant sein könnte“, sagte Frau Kulczycka.

Vermarktung des Flusses

Des Weiteren wurden gemeinsame PR-Marketingaktivitäten durchgeführt, zu denen die Gestaltung von Websites und die Veröffentlichung von zweisprachigen Reiseführern (polnisch und deutsch) und Karten zählen. Zudem wurde eine gemeinsame deutsch-polnische Plakatwandaktion in mehreren Städten und Gemeinden durchgeführt. Den Besuchern sollte „die Einzigartigkeit der Natur- und Kulturlandschaft der Region aufgezeigt werden“, stellte Malwina Nastaj-Czechanowska vom polnischen Ministerium für Europäische Integration und Förderung fest. „Jetzt haben wir endlich die Möglichkeit, ein komplexes touristisches Produkt anzubieten.“

Gesamtinvestitionen und EU-Fördermittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Oder für Touristen 2014" betrugen 7 337 362 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 6 746 120 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Polen-Deutschland“ für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligte.

Datum des Entwurfs

24/06/2015