Forschungs- und Entwicklungszentrum AdaptSys eröffnet in Berlin

Innovation, Forschung und technische Entwicklung in Berlin haben durch die Eröffnung des neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums AdaptSys im Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) weiteren Aufschwung erhalten. Im Innovationszentrum AdaptSys werden hochwertige Elektroniksysteme verschiedenster Anwendungsfelder entwickelt. Zudem können Technologien für die Systemintegration erforscht und durch Tests evaluiert werden.

 Weitere Extras

 
Die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags, Dr. Simone Raatz, besucht das Fraunhofer IZM. Die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags, Dr. Simone Raatz, besucht das Fraunhofer IZM.

" Hersteller und Produktentwickler können vorgeben, welche Eigenschaften die Elektronikstrukturen besitzen müssen. Unsere Experten entwickeln daraufhin gemeinsam mit diesen und den Halbleiterunternehmen die notwendigen Technologien. Daraus werden sich vielfältige neue Produktmöglichkeiten ergeben. "

Prof. Klaus-Dieter Lang, Leiter von AdaptSys und des Fraunhofer IZM

Bei der Arbeit im Zentrum liegt der Schwerpunkt auf den folgenden vier Bereichen: nanoskalige Prozess- und Materialentwicklungen; Erforschung, Entwicklung und Qualifizierung innovativer, an der Anwendung ausgerichteter Systemintegrationstechnologien; Unterstützung der Anwenderindustrien bei der Produktentwicklung sowie Fehleranalyse, Qualität und Zuverlässigkeit, Lebensdauermodelle und Zustandsmonitoring.

AdaptSys zielt darauf ab, Techniken und Prozesse für die Integration von Elektronik und Sensortechnologie direkt während des Herstellungsprozesses zu entwickeln. Auf diese Weise wird die Systemintegration verbessert, da das Produktdesign im Hinblick auf die Mikroelektronik optimiert wird. Die im AdaptSys entwickelten Prozesse sollten zudem übergreifende Synergien zwischen teilweise artfremden Branchen fördern.

Eine Reihe modernster Labore

Für die Arbeit im Systemintegrationsbereich stehen dem Zentrum eine Substratlinie und Drahtbond-, Löt-, Photonik- und Moldverkapselungslabore zur Verfügung. Im Bereich Werkstoffanalytik verfügt das Zentrum über ein Labor für Analysen zu Feuchtigkeit und Elektrizität sowie über ein Langzeittest- und Zuverlässigkeitslabor, während für den Designbereich ein Advanced System Engineering-Labor eingerichtet wurde.

Inhaltlich konzentriert sich das Zentrum AdaptSys auf Entwicklungen für die Medizin-, Energie- und Sicherheitstechnik sowie die Sensorik für die Industrieelektronik. Diese Bereiche sind gerade in Berlin von großer Bedeutung, und AdaptSys beabsichtigt, mit lokalen Herstellern zusammenzuarbeiten, die auf diese Weise von den neuen Prozessinnovationen profitieren werden. Die Eröffnung des Zentrums wird für die lokale Wirtschaft in vielerlei Hinsicht günstig sein, nicht zuletzt durch die Schaffung von 200 Arbeitsplätzen.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „AdaptSys“ belaufen sich auf 39 950 000 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 19 975 000 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Berlin“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

06/01/2016