Die Universität der Großregion bietet Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern grenzüberschreitende Möglichkeiten

Mit diesem Kooperationsprojekt von sechs Universitäten in vier Ländern werden zahlreiche Ziele verfolgt: Verbesserung der Mobilität von Stundenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Dozenten, Bereicherung der Kurslandschaft und der Forschungsprofile sowie Steigerung des Ansehens und der Attraktivität der Partneruniversitäten und der Region.

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Das oberste Ziel des Projekts „UniGR“ bestand darin, einen grenzüberschreitenden Hochschul- und Forschungsstandort zu schaffen. Dieses Hochschul- und Forschungsnetz zählt 125 000 Stundenten und nahezu 6 500 Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter. Die Austausche erfolgen hauptsächlich auf Deutsch, Französisch und Luxemburgisch, aber auch auf Englisch.

Konkrete Ergebnisse für einen einfacheren grenzüberschreitenden Austausch

Es wurden mehrere Maßnahmen zur Überwindung der strukturellen Hindernisse, die der Zusammenarbeit und Mobilität abträglich sind, ergriffen. Dazu zählen:

  • ein UniGR-Studierendenstatus, der es den Studenten einer der betreffenden Partneruniversitäten ermöglicht, sich bei einer anderen Partneruniversität des Projekts kostenlos einzuschreiben,
  • Mobilitätsfonds, durch die Aufenthalte von Studenten und Doktoranden an den Partneruniversitäten zu Studien- und Forschungszwecken gefördert werden, beispielsweise der Besuch von Lehrveranstaltungen oder Konferenzen, und
  • Instrumente der Zusammenarbeit bei der Doktorandenausbildung, und zwar eine Promotion im Cotutelle-Verfahren, ein Vergleichshandbuch zu den Systemen der Doktorandenausbildung und ein europäisches UniGR-Doktorandenlabel.

Das Projekt hat noch weitere Früchte getragen. Unter anderem wurden ein gemeinsamer akademischer Kalender und ein umfassender Katalog zu den Bildungsangeboten der Partneruniversitäten erstellt. Außerdem wurden die Universitätsbibliotheken vernetzt und ein Mobilitätsleitfaden für Studierende verfasst. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter können auf eine Liste der in den Partneruniversitäten vorhandenen Ausrüstung und auf einen Leitfaden zum Thema „Geistiges Eigentum“ zurückgreifen.

Daneben werden zahlreiche Veranstaltungen organisiert, beispielsweise ein Studententag und die Herbstuniversität für Studenten sowie European Doctoriales und die Early Stage Researchers’ Days für Doktoranden oder wissenschaftliche Mitarbeiter und Dozenten. Dank all dieser Errungenschaften hat die Universität der Großregion im Projektverlauf deutlich an Bekanntheit gewonnen.

Ausblick

Die Ergebnisse des UniGR-Projekts wurden von der European University Association (EUA), dem größten Verband europäischer Hochschulen, beurteilt, der Empfehlungen für den Fortbestand des Projekts gab. Für den Fortbestand der „Universität der Großregion“ gilt es, einen Nutzen aus der im Rahmen des INTERREG-Projekts getätigten Arbeit zu ziehen, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Partneruniversitäten zu fördern und noch intensiver zu gestalten. Die UniGR hat den Anspruch, Vorbild für einen europäischen grenzüberschreitenden Universitätsverbund zu werden. Die Universitäten erhoffen sich davon eine viel größere Attraktivität der einzelnen Partneruniversitäten und der Großregion.

Die Projektpartner sind: Universität Lüttich, Belgien; Universität Luxemburg, Luxemburg; Universität Lothringen, Frankreich; Universität des Saarlandes, Technische Universität Kaiserslautern, und Universität Trier, Deutschland.

 „Mit der Universität der Großregion haben wir ein tragfähiges Netz geschaffen, in dem die großen Fäden zwischen den Partneruniversitäten schon gespannt sind. Hier hat sich bis in die höchsten Ebenen hinein ein „Wir-Denken“ herausgebildet. Wir haben das große Potenzial erkannt, das eine Zusammenarbeit im Verbund hat: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

Prof. Dr. Volker Linneweber, Präsident der Universität des Saarlandes


Gesamtinvestitionen und EU-Förderung

Die Gesamtinvestitionen des Projekts „Universität der Großregion“ belaufen sich auf 6 425 281, EUR. Das operationelle Programm mit der Bezeichnung „Großregion“ erhielt im Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von 3 212 640,77 EUR.


Datum des Entwurfs

12/05/2014