Trendwende im Elsass: Erneuerbare Energie im Kommen

Energivie führt innovative Strategien für nachhaltige Entwicklung im Elsass (Frankreich) zum Erfolg. Das vom EFRE, dem elsässischen Regionalrat und ADEME kofinanzierte Projekt erhöht das Profil erneuerbarer Energien, insbesondere der Sonnen- und Holzenergie, in der Region.

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Die Erzeugung erneuerbarer Energie steht im Elsass ganz oben auf der Tagesordnung Die Erzeugung erneuerbarer Energie steht im Elsass ganz oben auf der Tagesordnung

„Dank des Energivie-Projekts hielten in La Petite Pierre – in der Nähe von Straßburg – umweltfreundliche Holzheizkessel Einzug. Damit ausgestattet wurden zum Beispiel das Ferienzentrum Ambroise Croizat und ein Altersheim.“
Der Bürgermeister von La Petite Pierre

Im Rahmen des Projekts wurden 2003 1 000 Solarwassererhitzer und 10 000 m² Sonnenkollektoren im Jahr 2004 installiert. Es wurden finanzielle Anreize geschaffen, um die Nutzung erneuerbarer Energien im Fremdenverkehr und in der Landwirtschaft zu fördern. Studenten erhielten Beihilfen, wenn sie sich um den Gebrauch von erneuerbaren Energien an der Straßburger Ingenieurs- und Architekturschule, INSA, kümmerten.

Angebot und Nachfrage schaffen

Das Projekt wurde direkt vom elsässischen Regionalrat verwaltet, der lokale Partnerschaften, insbesondere mit Kommunen und anderen lokalen Gebietskörperschaften in diesem Bereich, stärkte.

Die drei Hauptziele des elsässischen Regionalrats sind:

  • Förderung von Sonnen- und Holzenergiequellen – Dies erfolgte durch die Errichtung eines Systems regionaler Fazilitatoren, um Investitionen in Ausrüstungen für erneuerbare Energien anzuregen und Experimente mit Biogas, Niedrigenergiehäusern und Dächern mit Photovoltaik-Zellen durchzuführen.
  • Stimulierung von Angebot und Nachfrage für erneuerbare Energiequellen – Dies erfolgte durch eine Werbekampagne, die die allgemeine Öffentlichkeit in der ersten bürgerbasierten Förderinitiative erreichen wollte, durch Experimente in Bezug auf den Energieverbrauch in 12 Jahre alten Gebäuden in Mühlhausen und Studien über Zukunftsperspektiven von erneuerbaren Energien.
  • Einsatz erneuerbarer Energien zur Wiederankurbelung der Wirtschaft – Dies wurde durch die Errichtung eines Clusters für erneuerbare Energien (Energivie) und durch die Einführung eines französischen Kennzeichnungssystems für Niedrigenergiegebäude erreicht.

Kontinuität gewährleisten

Als direkte Folge des Projekts sind erneuerbare Energien im Elsass im Aufwind. Die positiven Ergebnisse des Projekts haben die Gestaltung einer Regionalpolitik zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Sicherstellung ihrer Entwicklung beschleunigt.

Die Einbeziehung der Privatwirtschaft in die Strategie hat zu einem größeren Angebot an Ausrüstungen und Dienstleistungen im Bereich erneuerbare Energien geführt. Das Profil neuer nachhaltiger Energieformen hat sich erhöht, teilweise dank der Werbung für das Projekt auf der internationalen Solarmesse Intersolar in Freiburg sowie aufgrund der Werbung auf einer jährlichen Handelsmesse, die speziell für Branchenvertreter der erneuerbaren Energien im Elsass organisiert wurde.

Niedrigenergiehäuser sind nun Teil der Arbeit des Lenkungsausschusses des Projekts, das noch läuft und expandiert. Regelmäßig wird ein Energivie-Newsletter veröffentlicht, und der Energivie-Cluster sucht weiter nach neuen zukunftsweisenden Möglichkeiten.


Datum des Entwurfs

16/12/2009