Französisch-Guayana fährt auf Informationsautobahn auf

Ein französisches Überseedepartement an der Nordküste Südamerikas ist dank der flächendeckenden Versorgung mit schnellen Breitband-Internetverbindungen in das Digitalzeitalter eingetreten. Über 85 km Glasfaserleitungen wurden verlegt, um die Hauptstadt Cayenne mit Kourou, dem am dichtesten besiedelten Gebiet der 221 500 Einwohner zählenden Region, zu verbinden.

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Eine der vielen Installationen, die die Einwohner mit Breitband verbinden Eine der vielen Installationen, die die Einwohner mit Breitband verbinden

„Um der Nutzung von WLAN und Satellitenverbindung in diesem abgelegenen Gebiet wirklich zum Durchbruch zu verhelfen, benötigt die Indio-Gemeinschaft Zugang zu Computern und Weiterbildung. Die jungen Menschen sind zuversichtlich, dass sie mit dieser neuen Entwicklung den Anschluss an die Welt verbessern können.“
Hr. Opoya, Chef des schwer erreichbaren Dorfes Elae, wo WLAN-Netze mit Satellitenverbindung eingerichtet wurden.

Die Zeit frustrierend lahmer Internetverbindungen ist nun bald zu Ende, da Guyane Numérique Infrastrukturarbeiten durchführt, um 84 % der Bevölkerung mit „Always-on“-ADSL-Verbindungen und die restlichen 16 % in schwer erreichbaren Gebieten per Satellitenkommunikation mit einem Internetzugang zu versorgen.

Mehr Chancengleichheit

Der Regionalrat von Guyana hat im Dezember 2006 den öffentlichen Netzbetreiber Guyane Numérique mit der Aufgabe betraut, ein Breitband-Internet-Netz aufzubauen, das der gesamten Bevölkerung zugute kommt. Dieses Netzwerk soll mehr Chancengleichheit für Innovation und die Wirtschaft im Allgemeinen schaffen.

Das zur Gruppe Électricité de France gehörende Unternehmen Arteria wurde damit betraut, vier Glasfaserleitungen in der Region zu verlegen, um den überwiegenden Teil der Einwohner und, noch wichtiger, die regionalen Unternehmen „anzuschließen“. Über diese Verbindung wird auch das berühmte Weltraumzentrum Guayana versorgt, das ein regionaler Wirtschaftsfaktor ersten Ranges ist. Es ist für 25 % des BIP verantwortlich und beschäftigt ca. 1 700 Menschen.

Für die abgelegeneren Gebiete wurde in unmittelbarer Umgebung des Regionalrats von Guyana eine Satelliten-Bodenstation installiert. Dank modernster Satellitentechnologie hält das Internet auch in 17 der schwer erreichbaren Gemeinden der Region Einzug.

Abbau der digitalen Kluft

Die derzeit laufenden Entwicklungen in Guayana sollen dazu beitragen, die digitale Kluft abzubauen, damit die Bevölkerung voll und ganz von den Vorteilen des Internets profitieren kann. Mit dem verstärkten Wettbewerb werden die Preise auf ein allgemein erschwingliches Niveau fallen.

Die Region Guayana wird mit dem Ausbau dieses Sektors auch an Attraktivität für Investitionen in neue Bereiche gewinnen. Dadurch wird ein Modernisierungsschub in der Region ermöglicht und die Einwohner können die neuen Möglichkeiten nutzen, um die traditionell auf Fischerei sowie Gold- und Holzgewinnung ausgerichtete Wirtschaft zu diversifizieren.

Außerdem sollte der Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien gefördert und Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Dem kommt angesichts der aktuellen Arbeitslosenrate zwischen 20 und 30 % besondere Bedeutung zu.


Datum des Entwurfs

04/12/2009