Grenzüberschreitende berufliche Bildung und Ausbildung verbessert die Aussichten auf einen Arbeitsplatz in der Region Oberrhein

Junge Studenten aus Deutschland und Frankreich profitieren von dem neuen Projekt „Grenzübergreifende Ausbildung im Elsass und in Baden-Württemberg“, das das Spektrum der Möglichkeiten für die Ausbildung und berufliche Entwicklung deutlich ausweitet.

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Werbeplakat für das Projekt „Grenzüberschreitende Ausbildung“ © Région Alsace/grafiti.fr Werbeplakat für das Projekt „Grenzüberschreitende Ausbildung“ © Région Alsace/grafiti.fr

Zehn grenzüberschreitende Ausbildungsverträge wurden im Jahr 2011 unterzeichnet, wovon sechs bereits zu tatsächlichen Stellenangeboten innerhalb der gleichen Unternehmen geführt haben. Zwei weitere Auszubildende aus dieser ersten Serie haben schnell Jobs in anderen Unternehmen gefunden, nachdem sie ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hatten. 20 neue Verträge wurden im Jahr 2012 und 27 weitere im Jahr 2013 unterzeichnet.

Die meisten Ausbildungen dauern zwei Jahre und dienen der Verbesserung sprachlicher und kultureller Kompetenzen sowie des technischen Know-hows in dem jeweiligen Beruf. Angehende Azubis können aus über 1  verschiedenen Ausbildungsangeboten und 35 einführenden Workshops wählen, die auf der interaktiven Webseite des Projekts vorgestellt werden. Sie können auch ihren Lebenslauf veröffentlichen und Kontakt mit potentiellen Arbeitgebern aufnehmen. Neben sechs Unternehmen und Institutionen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung haben 110 kleine und mittlere Unternehmen an dem Projekt teilgenommen. Dieses Netzwerk aus grenzüberschreitenden Ressourcen öffnet Türen für angehende junge Arbeitnehmer in zahlreichen Berufen wie Buchhaltung, Qualitätsmanagement, Ingenieurwesen, Vertrieb, industrielle Logistik, Landschaftsbau, Zahntechnik und vielen weiteren.

Berufliche Mobilität

Das grenzüberschreitende Ausbildungsprojekt passt sehr gut zu einer der Prioritätsachsen des operationellen EU-Programms für die Region: „Der Oberrheinraum: eine integrierte Bildungs-, Arbeits- und Wohnregion“.

Sowohl das Elsass als auch Baden-Württemberg fördern Ausbildungsplätze und duales Lernen (eine Kombination aus Ausbildung in einem Unternehmen und beruflicher Schulbildung) als eine Möglichkeit, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für junge Menschen zu verbessern. Dank des grenzüberschreitenden Ausbildungsprojekts kann z. B. eine junge Ingenieurin in ihrer Heimatstadt Straßburg im Elsass studieren und gleichzeitig bei einem Wasserversorgungsunternehmen in Freiburg arbeiten, oder ein junger Konditor aus Breisach kann in einem Restaurant in Colmar Erfahrungen sammeln und seine Fähigkeiten ausbauen.

Der Regionalrat von Elsass hat eine Partnerschaft mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg geschlossen, die ihren Sitz in Stuttgart und landesweit insgesamt acht Standorte hat und mit mehr als 9 000 Unternehmen und sozialen Einrichtungen in ganz Deutschland kooperiert.

„Mit diesem Projekt haben wir eine tatsächlich grenzüberschreitende Dynamik zur Förderung des beruflichen Erfolgs für junge Menschen in der Region Oberrhein in Gang gesetzt.“

Steven Thénault, Direktor für Bildung und Ausbildung, Regionalrat Elsass, Leiter des Projekts „Grenzübergreifende Ausbildung“


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Grenzübergreifende Ausbildung im Elsass und in Baden-Württemberg“ belaufen sich auf 300 000 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 150 000 EUR im Rahmen des operationellen Programms „INTERREG IV – Oberrhein“ für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligte.


Datum des Entwurfs

19/05/2014