Entwicklungsschwerpunkt Alpenfestungen

Die in der gebirgigen Grenzregion zwischen Frankreich und Italien verstreut gelegenen Festungen sind in architektonischer, kultureller und geschichtlicher Hinsicht von enormer Vielfalt. Das Projekt „Wachposten der Alpen, Restaurierung und Entwicklung des Festungserbes in den französisch-italienischen Alpen“ hat einen Strategieplan mit u. a. einer Qualitätscharta und einer Datenbank der in der Region gelegenen Festungen ausgearbeitet, um diese imposanten Bauten für Besucher wie auch Einheimische zu bewahren.

 Weitere Extras

 
Festungen und Burgen in traumhafter Alpenlandschaft Festungen und Burgen in traumhafter Alpenlandschaft

„Ziel dieses Projekts war es, das gemeinsame Erbe - in der alpinen Grenzregion gelegene Befestigungsanlagen - hervorzustreichen und auch das Wissen über das Festungserbe aufzubauen und ihre Restaurierung zu ermöglichen. Mehr als 40 Standorte sind jetzt in das grenzübergreifende Netzwerk eingebunden und entwickeln gemeinsam Kultur- und Tourismusprojekte.“
Muriel FAURE, ehemaliger Projektleiter von Sentinelles des Alpes (Mission Développement Prospective)

Diese Festungsanlagen sind auch Zeugnisse von Militärstrategien, baulichen Meisterleistungen und gemeinsamer Geschichte. Diese Bauten bergen für die Region ein riesiges touristisches Potenzial. Die Italiener und Franzosen haben daher gemeinsam einen Maßnahmenplan erstellt, um die Region und ihre Baudenkmäler in faszinierende Besucherattraktionen zu verwandeln. Als Inspirationsquelle für das Projekt dienten auch verschiedene Regelwerke wie die Charta von Venedig und die Alpenkonvention.

Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Diese auf Felsvorsprüngen errichteten Bauten sind wichtige Zeugnisse für das Verständnis der lokalen Kulturen und Identitäten, die sich im Laufe der Zeit gebildet haben. Gleichzeitig sind die Bollwerke auch ein neuer Anstoß für die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Italien. Im Rahmen des Projekts wurde ein Netzwerk von Menschen aus dem öffentlichen und privaten Sektor beider Länder geschaffen. Es wurden Weiterbildungskurse und Seminare organisiert sowie die grenzübergreifende Vernetzung vertieft, um die Verantwortlichen über die modernen Methoden im Bereich von Landschaftsschutz und Kulturtourismus auf dem Laufenden zu halten.

Zukunft planen

Ein langfristiger Plan, sowohl für den Erhalt der Gebäude als auch zur Gewährleistung des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Tourismus, ist für die Bewohner von entscheidender Bedeutung. Zu den Hauptaktivitäten zählen die Diversifizierung der touristischen und kulturellen Aktivitäten bzw. Möglichkeiten, die Förderung der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Dörfern und Bezirken, die Entwicklung und Kommunikation eines Images der Alpenregion durch die Hervorhebung ihrer Alleinstellungsmerkmale und die Ausarbeitung einer Qualitätscharta, einschließlich einer Bestandsaufnahme der interessanten Orte und einer Datenbank der Festungen. Laufende Aktivitäten für die Netzwerke waren u. a. Seminare, Weiterbildungs- und Forumveranstaltungen wie das 1. Internationale Forum über Alpenfestungen vom Mai 2009.

Die reichhaltig gestaltete Website „Sentinelles des Alpes - Sentinelle delle Alpi“ ist auch eine Plattform für den Austausch und bietet jede Menge nützlicher Informationen wie Karten, thematische Suchabfragen, Dokumente zum Herunterladen und die Charta-Grundsätze. Auf diese Weise wird die Geschichte der Alpenregion für künftige Generationen erhalten.


Datum des Entwurfs

17/01/2010