Neue Impulse für die Vermarktung digitaler Inhalte in Finnland

Das Geschäft mit digitalen Inhalten ist in der finnischen Region Oulu durch gezielte Förderungen für neue kommerzielle Projekte auf Expansionskurs. Das Projekt Mobient hat das schier unerschöpfliche Geschäftspotenzial der neuen Absatzkanäle für Inhalte wie Internet, digitales Fernsehen und Mobiltelefone im Visier.

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Digitale Inhalte in ganz Finnland rasant auf dem Vormarsch Digitale Inhalte in ganz Finnland rasant auf dem Vormarsch

„Die Mitwirkung am Projekt Mobient war für unsere auf Benutzerfreundlichkeitsaspekte und die Entwicklung interaktiver Spiele spezialisierte Software-Firma ein echter Erfolgsfaktor. Wir glauben, das Projekt hat seine Wirksamkeit zur Ankurbelung der Wirtschaft unter Beweis gestellt.“
Pirjo Ritokangas-Huttunen, Geschäftsführer, Belleviews Ltd

Es wurden insgesamt 16 Projekte unterstützt, um den Verbrauchern die neuesten Spielarten digitaler Inhalte nahezubringen. Die Projekte – von Parkdiensten (Nextpark) bis zur Klangbearbeitung (Playtone) – waren mal praktisch mal spielerisch. Mobient hat Arbeitsplätze in die Region gebracht und den Weg in eine glänzende, zunehmend digitale Zukunft geebnet.

Inhalte für ein digitales Zeitalter

Das Projekt Mobient bringt Kleinunternehmen auf Expansionskurs, indem es ihnen hilft, ihre Produkte zu vermarkten, zu verkaufen und zu vertreiben, und sie fit macht für die internationalen Märkte. Es wurden günstigere Bedingungen für Unternehmen festgelegt, die hoffen, in die Branche einzusteigen, und heiße Eisen wie Rechte an geistigem Eigentum und Inhaberschaft unter die Lupe genommen.

Fünf Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen wurden veröffentlicht, um Unternehmen zu finden, die neue Produktions- und Vertriebsweisen entwickeln möchten. Aus den Einsendungen wurden die 12 von der Universität Oulu ausgewählt, denen dann eine Kofinanzierung ihrer Produktionskosten zwischen 5 000 und 20 000 € gewährt wurde.

Unter den Endprojekten gab es z. B. eine Gewichtskontrollanwendung (MobileCalories), ein Bilderbestellsystem für Fotohandys (MobiOrder), ein Abenteuerspiel (Dragon Slayer) und ein Gärtnerspiel für Kinder (Backyard).

Digitale Inhalte als Geschäftschance

Von den 16 geförderten Projekten hatten 14 zu Projektende schon den Markteintritt geschafft. Und viele davon sind jetzt auf dem internationalen Markt verfügbar. Es wurden neun Dauerarbeitsplätze und sieben Stellen auf Zeit geschaffen und 33 Arbeitsplätze gesichert.

Das Projekt Mobient hat durch neue Tools und Know-how einen Beitrag zur Diversifizierung des Wirtschaftsgefüges geleistet. Es hat digitale Inhalte auch in andere Sektoren eingeführt, was zur Gründung eines Unternehmens und neuer Arbeitsplätze geführt hat.

Ganz im Gegensatz zu früheren Versuchen der Vernetzung, die bestenfalls sporadisch waren, hat Mobient es geschafft, stabile Beziehungen zwischen Inhaltsproduzenten und Medienproduktionsfirmen herzustellen. Dadurch hat sich die Einstellung in der Branche geändert, die anderen Unternehmen wurden mehr als potenzielle Partner und weniger als Wettbewerber gesehen.

Die Entwickler von IKT-Produkten und Designern sind zum gegenseitigen Nutzen eine Partnerschaft eingegangen, da ihnen oft das Know-how der jeweils anderen Seite fehlt. Mit dieser Kooperation wurde Vertrauen aufgebaut, um die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.


Datum des Entwurfs

16/12/2009